​Nach dem enttäuschenden ​0:0-Unentschieden gegen den 1. FSV Mainz 05 gehen beim stark abstiegsbedrohten Hamburger SV langsam aber sicher die Lichter aus. Angesichts von sieben Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz und den zuletzt gezeigten Leistungen spricht derzeit wenig für einen Ligaverbleib. Die Verantwortlichen der Hanseaten planen bereits auch für die zweite Liga. Sportdirektor Jens Todt beobachtete am vergangenen Wochenende Spieler in der Schweiz. 


"In den restlichen Spielen müsste schon etwas ganz Außergewöhnliches passieren, das muss man ehrlich sagen", ordnete Todt die ​Chancen auf den Klassenerhalt nach der Nullnummer gegen die Rheinhessen ein. "Wir hätten das Spiel gewinnen müssen, um eine Restchance zu wahren", wird Mittelstürmer Sven Schipplock vom Hamburger Abendblatt zitiert. 


Neun Spieltage haben die Hanseaten noch Zeit, um den Abstieg zu verhindern. Die Aussagen nach dem Heimspiel gegen Mainz machen allerdings deutlich, dass viele im HSV-Lager die Hoffnung auf den Klassenerhalt offenbar schon aufgegeben haben. 

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Läuft die Hamburger Uhr am Ende der Saison ab?


Für die Verantwortlichen gilt es in den nächsten Wochen, den Verein bestmöglich auf den Abstiegsfall vorzubereiten. Wie die Hamburger Morgenpost berichtet, weilte Todt am Sonntag zur Spielerbeobachtung in der Schweiz. Der Sportdirektor verfolgte die Partie zwischen dem FC Lugano und Tabellenführer Young Boys Bern (2:4) live im Stadion. 


Welche Spieler der 48-Jährige genauer unter die Lupe nahm, ist allerdings nicht bekannt. Fraglich ist zudem, ob der Funktionär bei einem Abstieg im Amt bleiben wird. Zuletzt machten zahlreiche Medienberichte die Runde, wonach Todt vor dem Aus steht.