Er wäre so wichtig für den HSV. Doch anstatt seinem Team auf dem Rasen helfen zu können, plagt sich Dauerpatient Albin Ekdal mit Verletzungen herum. Der Mittelfeldstratege soll nun komplett aus dem Trainingsbetrieb genommen werden, um in der Uniklinik ein Aufbauprogramm zu absolvieren. HSV-Coach Bernd Hollerbach hofft so auf einen fitten Ekdal im Endspurt um das "kleine Wunder" Klassenerhalt.


Bernd Hollerbach hat die Faxen dicke. Der HSV-Trainer schickt Dauerpatient Albin Ekdal vorerst ins Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), wo er mit den Ärzten und Physiotherapeuten ein spezielles Aufbau- und Rehaprogramm absolvieren soll. Der verletzungsgeplagte Schwede wird vorerst nicht mehr am Volkspark trainieren. 


"Er hat nie einen richtigen Aufbau gehabt, ist immer mal wieder reingekommen, dann war er nach zwei Spielen wieder weg“, begründet Hollerbach seine Maßnahme gegenüber der ​MoPo. Deshalb bleibe der 28-Jährige im UKE, "bis er wieder alles mitmachen kann und schmerzfrei ist. Wir müssen ihn richtig in Ordnung bringen, dann hilft er auch“, glaubt der HSV-Coach.

Die Uniklinik arbeitet seit Anfang 2012 mit dem HSV zusammen. Ekdal soll hier endlich seine Sprunggelenksprobleme in den Griff bekommen und möglichst schnell wieder eine bundesligataugliche Fitness erlangen. Die konnte der Mittelfeldstratege in dieser Saison nur schwerlich aufbauen. Ekdal absolvierte seit dem vierten Spieltag nie mehr als drei Partien in Folge. Rückenprobleme, eine Oberschenkelblessur, das Innenband und ​zuletzt das Sprunggelenk zwangen den eigentlich für das HSV-Spiel so wichtigen Ekdal immer wieder zu Pausen.


Viel Zeit bleibt allerdings nicht mehr, soll Ekdal beim "kleinen Wunder" Klassenerhalt noch mithelfen können. Neun Spiele hat der HSV noch Zeit, den drohenden ersten Bundesliga-Abstieg zu verhindern. Am kommenden Samstag beim FC Bayern (20.30 Uhr) hätten die Rothosen aber wohl auch mit Ekdal keine Chance auf etwas Zählbares. Im Heimspiel darauf gegen die Berliner Hertha wäre schon eher was drin. Ob Ekdal dann schon wieder dabei sein kann, bleibt angesichts seines labilen Körpers mehr als fraglich.