In Bremen soll der neue Posten des Technischen Direktors geschaffen werden. Zur neuen Saison will Werder-Manager Frank Baumann einen Kandidaten präsentieren. Die Wunschlösung heißt weiter Thomas Schaaf. Die Verhandlungen mit dem Meister-Trainer seien zwar noch nicht konkret, beide Seiten zeigen sich aber ernsthaft interessiert.


Werder Bremen scheint eine klare Idee zu verfolgen. In der Führungsriege sind an der Weser viele ehemalige Spieler und Verantwortliche am Werk. Das soll weiter ausgebaut werden - Werder will den Posten eines Technischen Direktors schaffen. Ex-Trainer Thomas Schaaf ist dabei der Wunschkandidat von Sportchef Frank Baumann, der schon als Spieler unter Schaaf das grün-weiße Trikot trug.


Zur neuen Spielzeit soll der Posten besetzt sein. Wunschlösung Schaaf soll dabei als Bindeglied im schwierigen Übergang vom Nachwuchs zu den Profis helfen. "Es geht vorrangig um die Bereiche Philosophie, Ausbildung, Mentoring“, erklärte Klaus Filbry, der Vorsitzende der Geschäftsführung, auf Nachfrage des ​Weser Kurier. Heißt, Schaaf wäre vor allem für die U23 und das Nachwuchsleistungszentrum verantwortlich

"Frank Baumann hat sich klar positioniert, dass die Stelle - und da bin ich auch hundertprozentig bei ihm - sehr sinnvoll ist“, befand Filbry. Baumann habe sich klar für Thomas Schaaf ausgesprochen, so der Werder-Geschäftsführer weiter. "Insofern sind die beiden sicherlich momentan in intensiven Gesprächen.“ ​Konkrete Verhandlungen habe es allerdings noch nicht gegeben. "Es gibt auf beiden Seiten die Bereitschaft, sehr ernsthaft über dieses Thema zu sprechen. Und dann muss man einfach schauen, ob man zusammenkommt“, zeigte sich Filbry optimistisch.

DFB Cup Final - Press Conference

Unter Thomas Schaaf (l.) feierte Frank Baumann (2. v. l.) 2009 im Werder-Trikot den DFB-Pokalsieg. 2004 wurden die beiden zusammen Deutscher Meister.



Neben Baumann fungiert der ehemalige Werder-Profi und Europameister Marco Bode als Aufsichtsratsvorsitzender. Dieter Eilts ist Leiter der Fußballschule, Frank Ordenewitz arbeitet als Chefscout und Björn Schierenbeck ist Sportlicher Leiter, um nur einige der Ex-Spieler zu nennen, die dem Verein auch nach dem Karriereende verbunden geblieben sind.


Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Ehemalige Werder-Profis versprechen Fachkompetenz und erhöhen den Identifikations-Faktor im Klub. Thomas Schaaf wäre hier ein weiterer großer Baustein in der Fortsetzung der Werder-Philosophie.