Auch die optimistischste Kölsche Frohnatur glaubt nicht mehr wirklich an den Klassenerhalt des 1. FC Köln. Das Gros an Spielern besitzt zwar einen Vertrag auch für die 2. Bundesliga. Doch vor allem die Leistungsträger stehen vor dem Abgang. So auch Stammkeeper Timo Horn, bei dem Sportchef Armin Veh die Hoffnung auf einen Verbleib aber noch nicht aufgegeben hat.


Mit 46 Gegentoren in dieser Saison stellt der 1. FC Köln die anfälligste Defensive der Bundesliga. Keiner der Fans denkt aber nur im Traum daran, Schlussmann Timo Horn für die Misere verantwortlich zu machen. Auch nachdem er gegen den VfB Stuttgart (2:3) gleich doppelt gepatzt hatte, nahmen ihn die Verantwortlichen in Schutz.


Gleichwohl in dem Wissen, dass Horn im Abstiegsfall den Effzeh für eine festgeschriebene Ablöse in Höhe von neun Millionen Euro verlassen kann. Klar ist aber auch: Der 24-Jährige hängt mit ganzem Herzen an seinem Heimatklub. Horn stammt nicht nur gebürtig aus Köln, sondern schnürt seine Stiefel bereits seit knapp 16 Jahren für den Domstadtklub.

Eintracht Frankfurt v 1. FC Koeln - Bundesliga

Timo Horn verfügt über eine Ausstiegsklausel



Auch in der Führungsetage der Kölner wird die Hoffnung auf Horns Verbleib – auch im Abstiegsfall – noch nicht aufgegeben. „Normalerweise ist er nicht zu halten“, wird Sportchef Armin Veh von der Sport Bild zitiert. „Aber er ist ein echter Kölner, und ich würde ihm zutrauen, dass er einen Abstieg gefühlsmäßig auch selbst wieder ausbügeln wollen würde.“


An Wechseloptionen mangelt es Horn nicht. Da Roman Bürki immer mal wieder zwischen Genie und Wahnsinn spielt, ​soll sich Borussia Dortmund um Horn bemühen. Auch Eintracht Frankfurt und Bayern Leverkusen könnten zum Thema werden, sollte es dort zum jeweiligen Abgang der Stammkräfte Lukas Hradecky und Bernd Leno kommen.