​Das wird den Verantwortlichen von Paris Saint-Germain, allen voran dem Trainer der Pariser, nicht gefallen: Im Interview mit dem ZDF reagierte Julian Draxler nach seiner späten Einwechslung gegen Real Madrid enttäuscht und frustriert. PSG verlor gegen Real mit 1:2 und schied aus der Champions League aus. In diesem Atemzug ließ sich Draxler im Interview zu einer brisanten Aussage verleiten.


Nach dem verlorenen Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals machte Julian Draxler seinem Frust im TV-Interview Luft. Der Offensivspieler war trotz des Ausfalls von Superstar Neymar von PSG-Coach Unai Emery nicht für die Startelf berücksichtigt worden. Stattdessen setzte der Trainer auf die Dienste von Ángel Di María, der gegen seinen Ex-Verein Real spielen durfte.


Der Ex-Schalker und Ex-Wolfsburger wurde hingegen erst in der 76. Minute für den besagten Argentinier eingewechselt. Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 1:1 und der amtierende Titelverteidiger des Wettbewerbs schien nach dem deutlichen 3:1 im Hinspiel bereits als der sichere Sieger festzustehen. Zudem waren die Pariser nach dem Platzverweis von Marco Verratti bereits in Unterzahl gewesen.

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Trotz Neymar-Ausfall kam er gegen Real nur von der Bank: Julian Draxler


"Es ist schwer zu akzeptieren, dass wir so sang- und klanglos ausgeschieden sind", resümierte Draxler nach der Partie. "Wir hätten den Gegner unter Druck setzen sollen, aber das haben wir nicht gemacht und sind verdient ausgeschieden." Nach dem frühen Aus im letzten Jahr, als PSG ebenfalls im Achtelfinale, damals gegen Barcelona, ausschied, sieht Draxler offenbar Handlungsbedarf. "Das sollte uns zu denken geben", so dieser.


Neben seiner eigentlichen späten Einwechslung stieß es dem Nationalspieler zudem sauer auf, dass seine bereits in der 71. Minute geplante Einwechslung verschoben wurde. "Das war unsensibel und ich habe es auch nicht ganz verstanden. Das 1:1 hat uns überhaupt nichts gebracht. Ich weiß nicht, was los war. Ich habe es nicht ganz verstanden. Ich war überrascht und ein bisschen sauer", so Draxler über die Entscheidung seines Trainers. Ob sich der 24-Jährige mit dieser öffentlichen Kritik Freunde gemacht hat, darf bezweifelt werden.