​Bei 1899 Hoffenheim macht Serge Gnabry momentan seine nächsten Schritte, ehe er bald beim FC Bayern München für Furore sorgen soll. Sein bevorstehender Abschied ist für die Kraichgauer auf jeden Fall ein Verlust, denn der 22-Jährige ist endlich wieder gesund und zeigte zuletzt, wie vielseitig einsatzbar er ist. 


Eigentlich beschreibt sich Serge Gnabry als "offensiv denkender Spieler". Doch das hielt seinen aktuellen Trainer Julian Nagelsmann nicht davon ab, ihn zuletzt auch in der defensiven Fünferkette auflaufen zu lassen. 

Doch wie kam es eigentlich dazu, dass der Leih-Spieler des FC Bayern umfunktioniert wurde? Im Interview mit achtzehn99.de gewährte Gnabry einen interessanten Einblick: "Er (Nagelsmann; Anm. d. Red.) kam vor dem Spiel in Berlin auf mich zu und meinte, er habe eine Idee. Ich war gespannt, was da kommt. Dann hat er mir gezeigt, was er vorhat. Das hat mir auf keinen Fall geschadet", erklärte er lachend.


"Für mich sind vor allem die Spiele wichtig"


Dennoch musste sich der ehemaliger Bremer erst einmal an die neue Aufgabe gewöhnen. "Taktisch ist es eine völlig andere Aufgabe. Ich glaube, ich habe das ordentlich gemacht und auch in diesen Spielen sowie in den Trainingswochen etwas dazugelernt. Vor allem, was das Defensivspiel betrifft", so der deutsche U21-Europameister von 2017.

FC Augsburg v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga

Nagelsmann sieht in Gnabry mehr als "nur" einen Offensivspieler.



Momentan ist für Gnabry die Position, auf der er zum Einsatz kommt, ohnehin zweitrangig. Wichtig ist nur, dass er überhaupt spielt: "Ich war in der Vorrunde lange verletzt und komme nun mit jedem Training und mit jedem Spiel meiner optimalen Leistung näher. Dabei sind für mich vor allem die Spiele wichtig. Training ist gut und schön und enorm wichtig, aber der Wettkampf und die Matchpraxis sind durch absolut nichts zu ersetzen. Der Gegnerdruck ist da, man muss mental voll auf der Höhe sein - das macht ein Spiel in der Bundesliga aus und das kitzelt die letzten Prozente heraus."