Wagt Bernd Leno den Schritt ins Ausland? Dank einer Ausstiegsklausel könnte der Nationalkeeper Bayer Leverkusen trotz Vertrag bis 2020 vorzeitig verlassen. Neben Real Madrid und dem FC Arsenal gilt vor allem der SSC Neapel als stark interessiert. Beim italienischen Tabellenführer könnte Leno einen ehemaligen Bayern-Schlussmann ersetzen. 


Es läuft wieder bei Bernd Leno. Nach durchwachsenden Leistungen beim Confed Cup im vergangenen Sommer und im ersten Saisondrittel in der Bundesliga, hat der 26-Jähirge wieder zu alter Stärke zurückgefunden. Leno überzeugt im Tor des Tabellenfünften mit konstant guten Leistungen und trägt maßgeblich dazu bei, dass die Werkself bald wieder in Europa vertreten sein dürfte.


Der Vertrag des sechsfachen Nationalkeepers in Leverkusen läuft noch bis 2020. Dank einer Ausstiegsklausel, die wohl bei rund 25 Millionen Euro liegt, könnte er Bayer aber vorzeitig verlassen. ​Das ruft namhafte Vereine auf den Plan. Allen voran der SSC Neapel soll stark an einer Verpflichtung interessiert sein. Der Serie-A-Tabellenführer war schon im vergangenen Sommer an Leno dran, der sich damals aber für einen Verbleib am Rhein entschloss. "Wenn ich ins Aus­land gehe, dann nicht als Num­mer-eins-An­wär­ter, son­dern nur als klare Num­mer eins", sagte Leno noch vor einigen Monaten.

Bei den Italienern hätte er mit Bayerns ehemaligem Neuer-Vertreter Pepe Reina konkurrieren müssen. Dessen Vertrag in Neapel läuft nun aus und soll offenbar nicht verlängert werden. Der 35-jährige Spanier wechselt zur neuen Saison wohl zum AC Mailand. In Italien wird über einen Zwei-Jahres-Vertrag plus Option auf eine weitere Spielzeit spekuliert. Reina soll bei den Rossoneri Mega-Talent Gianluigi Donnarumma ersetzten, der von Real Madrid und Paris Saint-Germain umworben wird. Der Weg für Leno als Nummer eins beim Maradona-Klub wäre also frei.


Wie die Bild berichtet würde ein Abgang von Leno nach sieben Jahren in Leverkusen klubintern niemanden überraschen. Der wolle sich zunächst zwar "total auf Bayer" konzentrieren, um mit der Werkself die Champions-League-Qualifikation zu schaffen und die Chance auf das Pokalfinale zu nutzen - spätestens nach einer möglichen WM-Teilnahme könnte dann aber der Schritt ins Ausland folgen. Neben Neapel zählen auch Real Madrid, der FC Arsenal und ​RB Leipzig zu den Interessenten.