​Eine Woche vor dem Montags-Spiel gegen Schlusslicht Köln äußert sich Werder-Trainer Florian Kohfeldt über die aktuelle Lage. Die Zukunft von Kapitän Zlatko Junuzovic ist das bestimmende Thema an der Weser. Im Pressegespräch lobt Kohfeldt aber auch Robert Bauer trotz dessen schwache Leistung in Gladbach. Winter-Neuzugang Milot Rashica sei ganz nah an der Startelf dran.


Sportlich ist die Werder-Kogge voll auf Kurs Klassenerhalt und gleitet nach zehn Punkten aus den vergangenen fünf Partien wieder in ruhigeren Gewässern. Mit einem Sieg im Heimspiel gegen Schlusslicht 1. FC Köln haben die Grün-Weißen am kommenden Montag (20.30 Uhr) die Chance, für eine kleine Vorentscheidung im Abstiegskampf zu sorgen.


Holt die Kohfeldt-Elf drei Punkte, würde der Abstand auf die direkten Abstiegsränge wohl schon zwölf Punkte betragen. Kaum anzunehmen, dass der HSV beim FC Bayern punkten kann. Zwei Zähler beträgt Werders Vorsprung auf den Relegationsplatz. Die Konkurrenten Mainz 05 mit dem FC Schalke und der VfL Wolfsburg in Hoffenheim haben am 26. Spieltag ungleich schwerere Aufgaben vor der Brust. 


Themen rund um das sportliche Geschehen gibt es am Osterdeich dennoch genug. Vor allem die Situation von Kapitän Zlatko Junuzovic sorgt für Unruhe an der Weser. Der Werder-Kapitän will seinen auslaufenden Vertrag wohl nicht verlängern und stehe demnach vor einem Abschied im Sommer. ​Florian Kohfeldt kämpft dagegen weit​er um den Verbleib des Österreichers.


Im Pressegespräch am Dienstagvormittag äußerte sich der Werder-Coach auch zu Robert Bauer und Winter-Neuzugang Milot Rashica. Während Bauer in Gladbach nach sechs Wochen mal wieder in der Bremer Startelf zu finden war, blieb Rashica zum zweiten Mal in Folge ohne Einsatz.


Bauer fehlt der Rhythmus


Bauer durfte als Rechtsverteidiger f​​ür den erkrankten Theodor Gebre Selassie ran, ​konnte seine Chance allerdings nicht nutzen und musste nach einem unglücklichen Auftritt zur Halbzeit in der Kabine bleiben. Dennoch nahm Kohfeldt seinen Schützling in Schutz: "Er kann keinen guten Rhythmus haben, weil er nicht so viel gespielt hat. Dafür habe ich Verständnis. Aber ich helfe ihm, wo ich kann", fand er eine Erklärung für Bauers mäßige Leistung.

Kohfeldt wisse, dass es für Bauer eine "schwierige Situation" sei. "Aber er geht sehr gut damit um und gibt im Training weiter Vollgas", lobte er den 22-Jährigen. Gegen den 1. FC Köln wird Bauer allerdings dem wiedergenesenen Gebre Selassie weichen müssen und auf der Bank Platz nehmen.

Rashica nah an Startelf


Ob das Gleiche auf für Milot Rashica gilt, ließ Kohfeldt noch offen. Er sei sehr zufrieden mit der Entwicklung des 21-jährigen Außenstürmers, gab der Werder-Coach zu Protokoll. Der elffache Nationalspieler des Kosovo kam Ende Januar aus den Niederlanden von Vitesse Arnheim an die Weser. Mit sieben Millionen Euro Ablöse griff Werder tief in die Tasche - Rashica sei dennoch mehr Investition in die Zukunft denn Sofort-Verstärkung. Seine bisherigen Auftritte gegen Schalke und Freiburg sowie in Leverkusen im Pokal haben diese Einschätzung bestätigt. Dennoch sagte Kohfeldt: "Er ist ganz nah dran an der Startelf."

Wahrscheinlich dürfte sich der 21-Jährige am Montag aber neben Bauer gesellen und ist eher eine Option als Einwechselspieler.