Der FC Chelsea kann in dieser Saison nicht ansatzweise an die vergangene Meister-Spielzeit anknüpfen. Doch nicht die tabellarische Situation alleine sorgt in Mannschaftskreisen für hängende Köpfe, sondern auch die Spielweise von Trainer Antonio Conte. Beim 0:1 gegen Manchester City agierten die Blues völlig mutlos und igelten sich hinten ein. Nach der Partie fand Eden Hazard kritische Worte.


"Wenn du den Platz verlässt, hast du den Eindruck, dass du viel gelaufen bist, aber nicht Teil eines Fußballspiels warst", lautete die klare Analyse von Eden Hazard, die er gegenüber der belgischen Zeitung HLN abgegeben hatte. Zwar nahm er den Namen seines Trainers nicht in den Mund, doch es war offensichtlich, wem die Kritik des Belgiers galt.

Das Problem: Die 5-4-1-Taktik von Antonio Conte führte von Beginn an zu einer großen Teilnahmslosigkeit im Spiel des FC Chelsea. Die Mannschaft mauerte und wartete so lange ab, bis es zu spät war und Bernardo Silva kurz nach der Halbzeit das Führungstor für Manchester City erzielte. 


"Wir hätten noch drei Stunden weiterspielen können"


Auch im Anschluss rückte Conte von seiner Safety-First-Taktik nicht ab, die er nach Angaben von ​The Times wie folgt begründete: "Wir wollten geduldig sein. Auch beim Stand von 0:1 gibt es immer noch die Chance zu treffen. Ich bin nicht so dumm, ManCity ein offenes Spiel zu bieten und dann 0:3 oder 0:4 zu verlieren."

Manchester City v Chelsea - Premier League

Die Chelsea-Stars können Conte offensichtlich nicht mehr folgen.



Seine Superstars, die technisch durchaus in der Lage wären, offensiveren und attraktiveren Fußball zu bieten, sehen das inzwischen jedoch anders. Vor allem Eden Hazard, der als "falsche Neun" völlig in der Luft hing, platzte nach der Pleite gegen die 'Citizens' der Kragen: "Wir hätten noch drei Stunden weiterspielen können - ich hätte trotzdem keinen Ball berührt." Eine Aussage, die nach Resignation klingt. Conte muss aufpassen, dass er seine Spieler nicht von der Stamford Bridge verjagt.