Tickt die Bundesliga-Uhr vom Hamburger SV auch noch nach Beendigung der Spielzeit 2017/18? Ex-Sportchef Oliver Kreuzer ist sich derweil sicher und meint: "Der HSV wird absteigen!“ Wie der 52-Jährige im Gespräch mit Sport1 erklärt, benötige es einen Neuanfang an der Elbe – und das mit neuen Funktionären.


"Der HSV hat zwölf Spiele nicht gewonnen und es sind nur noch neun Begegnungen. Man müsste mindestens vier Spiele gewinnen, dann hätte man 30 Punkte auf dem Konto, aber selbst das wird am Ende nicht reichen. Also müssen fünf Siege von neun Spielen her - mit dem Wissen, dass die zurückliegenden zwölf Partien nicht gewonnen wurden“, fasst Kreuzer die aktuelle Lage seines ehemaligen Klubs zusammen.


Zeit für einen Neuanfang - mit neuen Leuten


"Wenn man sich die HSV-Chronologie der vergangenen Jahre anschaut, dann hat man kein gutes Gefühl“, erklärt er und schiebt hinterher: "Zu meiner Zeit sind wir in der Relegation gegen Greuther Fürth auch mit einem blauen Auge durchgerutscht. Die Relegation gegen den Karlsruher SC war auch unglaublich. Da bin ich ehrlich: Wir sind mit einem wohlwollenden Schiedsrichter drin geblieben. Und deshalb ist jetzt die öffentliche Meinung: ‚Dieses Jahr ist das Glück aufgebraucht und der HSV schafft es nicht.‘ Ich glaube es leider auch: Der HSV wird absteigen.“

Hamburger SV General Assembly

Hamburgs neuer Vereinspräsident: Bernd Hoffmann (Foto)


Laut Kreuzer ist es Zeit für einen Neuanfang. Alles auf null stellen und in der 2. Bundesliga wieder neu angreifen – mit neuen Leuten: "Wenn man mit dem HSV absteigt, dann kannst du nicht mit den gleichen Leuten den Neuanfang angehen. Da ist viel zu viel Kredit verspielt.“ Weshalb sich der Ex-Sportchef auch sicher ist, dass Neu-Präsident Bernd Hoffmann den Verein auf links umkrempeln wird. "Wenn es in die Zweite Liga geht, dann wird Hoffmann den Klub komplett neu aufstellen“, betont er und ergänzt: "Das ist dringend notwendig.“