Im Vertragspoker zwischen Zlatko Junuzovic und Werder Bremen ging es lange Zeit hin und her. Einen Abgang im Winter schloss der Österreicher höchstselbst aus, obwohl ihm einige Angebote vorlagen. Nun folgt offenbar der ablösefreie Wechsel nach der Saison.


Es war eine Art Schlag ins Gesicht, als Zlatko Junuzovic mitgeteilt wurde, beim 2:2-Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach nur auf der Ersatzbank Platz zu nehmen. Der Österreicher war zu einhundert Prozent spielfit. Trainer Florian Kohfeldt erklärte, seine Entscheidung aus taktischen Gründen getroffen zu haben.


Offenbar hat die Entscheidung das Fass zum Überlaufen gebracht. Nach Informationen der Bild stehen die Zeichen auf Trennung im Sommer. Dem 30 Jahre alten Kapitän der Bremer fehle die Wertschätzung innerhalb des Klubs, heißt es. Doch nicht nur die sportliche Entscheidung seines Trainers kurz vor dem Spiel in Gladbach soll für Missstimmung bei Junuzovic gesorgt haben.

SV Werder Bremen v VfL Wolfsburg - Bundesliga

Werder kann Zlatko Junuzovic (l.) wohl nicht von einem Verleib überzeugen



​Das Vertragsangebot, das Werder seinem verdienten Spieler vorlegte, entsprach nicht den Vorstellungen Junuzovics. Mit geschätzten 2,6 Millionen Euro pro Jahr gehörte der Alpenkicker zu den Topverdienern am Osterdeich. Kaderplaner Frank Baumann hatte ihm lediglich eine Offerte inklusive jährlich sinkendem Gehalt sowie leistungsbezogener als bisher vorgelegt.


Noch im März will der Vierzehnte der Bundesliga Junuzovic erneut ein Angebot vorlegen, das sich nicht wesentlich von den vorherigen unterscheidet. Im Sommer würde der 55-fache Nationalspieler Österreichs dann sechseinhalb Jahre in Bremen unter Vertrag stehen. Eine Trennung scheint aktuell wahrscheinlich. Trabzonspor machte Junuzovic sowohl im vorigen Sommer als auch im Winter Avancen.