​Für Kultcoach Arsene Wenger wird die Luft immer dünner beim FC Arsenal. Die überraschende 1:2-Pleite beim Aufsteiger Brighton Hove & Albion bedeutete für die "Gunners" bereits die 8 Pflichtspielniederlage in den letzten 13 Partien. In der englischen Premier League belegt man derzeit nur Platz 6, der Rückstand auf den Stadtrivalen und Tabellenfünften FC Chelsea beträgt schon acht Zähler. Dazu kommt noch das mit 0:3 deutlich verlorene Pokalfinale gegen Manchester City. Für die Anhänger der Londoner ist die Zeit des Franzosen mittlerweile längst abgelaufen, sie fordern lautstark seine Ablösung. Er selbst glaubt jedoch weiterhin daran, die Wende herbeiführen zu können. 


Wie der 68-Jährige nach der ​1:2-Auswärtsniederlage bei Brighton Hove & Albion dem Telegraph erklärte, wolle er sich der Kritik stellen und glaubt weiterhin daran, dem Druck standhalten und die Wende herbeiführen zu können. "Es ist das erste Mal, dass ich so viele Spiele in meinem Leben in so kurzer Zeit verloren haben. Eine Qualität eines Trainers ist es aber auch, eine Krise zu bewältigen. Bis jetzt habe ich es immer geschafft. Ich glaube, ich kann es." 


Die überraschende und zugleich enttäuschende Pleite gegen den Aufsteiger sei jedoch auch eine logische Folge der kurzen Regenerationszeit nach dem City-Spiel unter der Woche. "Es ist wichtig, sich mental und physisch zu erholen. Wir sind immer noch erschöpft, wir haben Donnerstagnacht gegen Manchester City enorm viel gegeben und das hat man heute gesehen", so Wenger gegenüber BBCDie Anhänger des FC Arsenal hatten schon während der Partie in Brighton lautstark für eine Ablösung des Kultcoaches plädiert und ihrem Unmut mit dem Schmähgesang 'we want Wenger out' deutlichen Ausdruck verliehen. 


Brighton and Hove Albion v Arsenal - Premier League

Glaubt weiter an sich und will die Krise bewältigen: Arsenal-Coach Arsene Wenger



Dass es in der Premier League am Ende noch zu einem Champions-League-Platz reichen könnte, glaubt der Arsenal-Coach derweil aber nicht mehr. "Wir müssen realistisch sein. Wir brauchen zwei schwächelnde Mannschaften, um uns noch für die Champions League zu qualifizieren - und ich sehe nicht, dass dies passiert. Es ist jetzt nahezu unmöglich. Wir sind zu weit zurück", so der gebürtige Elsässer gegenüber dem Telegraph


Ab sofort wolle man den Fokus deshalb auf die Europa League legen, wo mit dem AC Mailand im Viertelfinal-Hinspiel am kommenden Donnerstag keine leichte Aufgabe wartet. Die Italiener haben sich unter Ex-Profi Gennaro Gattuso deutlich stabilisiert und dürften der nächste schwierige Prüfstein für Wenger und seine Mannschaft werden. 


Sollte man Milan am Ende jedoch ausschalten und womöglich die Europa League holen, spielt Arsenal auch in der kommenden Saison in der Champions League. Zu wünschen wäre es dem Kultcoach nach der letzten Saison ohne Teilnahme an der "Königsklasse" allemal, dennoch wird auch er selbst am besten wissen: Es wird höchste Zeit, wieder in die Spur zu kommen.