Es gibt nicht viele Spieler im Lager von Borussia Dortmund, denen man das Prädikat „unverzichtbar“ nachsagt. Einer, auf den diese Beschreibung aber zweifellos zutrifft ist Lukasz Piszczek. Nach der Außenband-Verletzung des Polen in der Hinrunde geriet der BVB in einen regelrechten Abwärtsstrudel, der erst im laufenden Kalenderjahr so wirklich gestoppt werden konnte.


Piszczek ist eine der letzten wirklichen Konstanten beim BVB. Einer, der auch die ganz großen Zeiten unter Jürgen Klopp schon mitgemacht hat. Und einer, der auch im zarten Alter von 32 noch regelmäßig seine Leistung bringt.


Und so ist es kaum verwunderlich, dass Piszczek eine fast schon unheimliche Serie aufzuweisen hat. Der Pole hat seit November 2016 kein Bundesligaspiel mehr verloren. Seinerzeit unterlag der BVB mit 1:2 bei Eintracht Frankfurt. In seither 30 Spielen mit Beteiligung des Rechtsverteidigers siegten die Dortmunder 19-mal, zudem gab es elf Unentschieden.


Wie wichtig Piszczek aber tatsächlich ist, ließ sich in der Hinrunde erkennen. In Abwesenheit des seit 2010 beim BVB unter Vertrag stehenden Polen versuchten Spieler wie Jeremy Toljan oder der etatmäßige Innenverteidiger Marc Bartra die Lücke zu schließen. Beide scheiterten kläglich und der BVB wurde durchgereicht bis auf Rang 8. Es mag Kaffeesatzleserei sein, aber vielleicht wäre Peter Bosz ohne die Verletzung seines Leistungsträgers noch heute im Amt.


Klar: Auch Piszczek ist nicht unfehlbar. Seine Leistung, exemplarisch sei die schwache Performance beim Gastspiel in Bergamo genannt, ist nicht frei von Formschwankungen. Und doch ist und bleibt der Rechtsverteidiger einfach eine Institution beim BVB. Einer, der eben „unverzichtbar“ ist.