​Beim ​knappen ​3:2-Erfolg des VfB Stuttgart beim 1. FC Köln präsentierten sich nur wenige Spieler der Schwaben in Normalform. Besonders negativ fiel der ehemalige Bayern-Spieler Holger Badstuber auf, der die Schuld zudem häufig bei seinen Mitspielern suchte. Auch die Formkurve von Außenverteidiger Emiliano Insua zeigt weiter nach unten.


Auch bei dem Spiel gegen den Effzeh wurde Bastuber von seinem Trainer Tayfun Korkut ​im defensiven Mittelfeld aufgestellt. Im Gegensatz zu seinen letzten Auftritten auf dieser Position agierte der 28-Jährige extrem fahrig und wirkte phasenweise komplett überfordert. Effzeh-Trainer Stefan Ruthenbeck hatte sein Team perfekt auf den Aufsteiger eingestellt und lockte entweder Santiago Ascacibar oder Holger Badstuber immer wieder aus der Formation heraus und verwickelte sie ihn Einzelduelle.

Im Laufe der ersten Hälfte reagierte Korkut und ließ Bastuber etwas weiter nach hinten fallen. Dadurch stabilisierte sich die Leistung des ehemaligen deutschen Nationalspielers etwas, positive Akzente konnte er dennoch nicht setzen. Zudem war auffällig, dass der gebürtige Memminger häufig mit seinen Mitspielern haderte und nicht fokussiert wirkte. 


In der 34. Spielminute ließ er sich zudem zu einem üblen Frustfoul hinreißen und war mit Gelb noch gut bedient. Am Ende standen für den gelernten Innenverteidiger für seine Verhältnisse desaströse 25 Prozent gewonnener Zweikämpfe. Normalerweise gewinnt er knapp 60 Prozent. Nach dem schwachen Auftritt dürfte sich Korkut zumindest überlegen, ob er wieder auf eine Fünferkette wechseln wird - eine schwache Leistung dürfte jedoch angesichts der ansonsten starken Darbietungen in dieser Saison gestattet sein.


Einer, der schon wiederholt negativ aufgefallen ist, ist Linksverteidiger Emiliano Insua. Der Argentinier will eigentlich unbedingt den Sprung ins WM-Aufgebot von Argentinien packen, ein echtes Empfehlungsschreiben konnte er zuletzt jedoch nicht hinterlegen. Der 29-Jährige ist eigentlich für seine dynamische Spielweise bekannt, insbesondere im Spiel nach vorne agierte der Linksfuß zuletzt aber äußerst pomadig.

Beim knappen Sieg gegen die Kölner leistete sich Insua zudem auch defensiv einige Aussetzer, so brachte er durch seinen unnötigen Ballverlust vor dem 1:0 des 'Effzeh' das sonst so stabile Gerüst der Schwaben bereits früh im Spiel ins Wanken. Zuletzt hatte sich die meiste Kritik an den Außénverteidigern beim VfB auf Andreas Beck konzentriert. Der Routinier auf der rechten Seite spielte gegen das Tabellenschlusslicht aber besser und konnte mit seinem Treffer zum 3:1 für den VfB den Sack zu machen.


Am Ende standen drei wichtige Punkte und Korkut ist nicht dafür bekannt, im Erfolgsfall viele Veränderungen vorzunehmen. Dennoch stehen die beiden Defensivakteure am Sonntag gegen RB Leipzig unter besonderer Beobachtung.