​Der VfB Stuttgart hat unter dem neuen Trainer Tayfun Korkut eine starke Siegesserie hingelegt und sich in den letzen Wochen von der Konkurrenz im Tabellenkeller abgesetzt. Dabei gewinnen die Schwaben mittlerweile auch dann, wenn sie keinen guten Tag erwischen. Nach dem glücklichen Erfolg beim 1. FC Köln hat ​Sportvorstand Michael Reschke erklärt, dass der VfB seiner Ansicht nach in dieser Saison mit dem direkten Abstieg nichts mehr zu tun haben wird.


Insbesondere in der ersten Halbzeit gegen den 'Effzeh' waren die Stuttgarter über weite Strecken die eindeutig schwächere Mannschaft. Doch kurz vor dem Halbzeitpfiff drehte der Aufsteiger, unter gütiger Mithilfe von FC-Torwart Timo Horn, die Partie und brachte den Auswärtssieg in der zweiten Halbzeit über die Ziellinie.

Die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf konnte hingegen auch in dieser Woche nicht punkten und so liegen die Männer mit dem roten Brustring mittlerweile 15 Punkte vor einem direkten Abstiegsplatz. Nach der Partie gegen das Tabellenschlusslicht äußerte sich ein sichtlich gelöster Sportvorstand Michael Reschke über die aktuelle Situation.


"Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und sage, dass wir mit dem direkten Abstieg nichts mehr zu tun haben werden", so der 60-Jährige laut den Stuttgarter Nachrichten. Dennoch wollte der ehemalige Chefscout des FC Bayern München den Abstiegskampf noch nicht komplett als abgeschlossen bezeichnen, schließlich betrage der Abstand auf den Relegationsplatz nur acht Zähler.


​Um sich komplett sicher zu fühlen, bedürfe es noch "vier, bis fünf Punkte, um sicher die Liga zu halten." Die über weite Strecken mäßige Leistung gegen die Kölner, dürfte ohnehin verhindern, dass die Schwaben komplett abheben: "Wir haben in der ersten Halbzeit Glück gehabt, ohne Frage. Köln war uns in allen Belangen überlegen."

Auch ​Torhüter Ron-Robert Zieler wollte nach dem Sieg im Rheinland gegenüber der BILD nicht den Tag vor dem Abend loben: "Ich denke, wenn wir noch zwei Siege holen, sind wir auf der sicheren Seite."


Am Sonntag empfangen die Stuttgarter zuhause RB Leipzig und können dabei unter Beweis stellen, dass sie sich noch nicht zu sicher fühlen. Beim Spiel gegen die Sachsen bedarf es dabei jedoch einer deutlichen Leistungssteigerung.