ESSEN, GERMANY - JULY 11: (L-R) Sokratis and Oemer Toprak of Dortmund look thoughtful during the preseason friendly match between Rot-Weiss Essen and Borussia Dortmund at Stadion Essen on July 11, 2017 in Essen, Germany.  (Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)

Neuer Abwehrchef: Die derzeitige Rangordnung in der BVB-Innenverteidigung

Als Peter Stöger im Dezember sein Amt bei Borussia Dortmund antrat, galt das Hauptaugenmerk des Österreichers auf der Stabilisierung der Defensive. Dies ist dem 51-Jährigen geglückt. Lediglich neun Gegentore kassierte der BVB in den zehn Bundesligaspielen unter Stöger. Noch Wochen zuvor glich die Abwehr des Revierklubs einem Hühnerhaufen. Die neue Stabilität hat aber auch eine neue Rangordnung der Defensiv-Akteure zur Folge: 

4. Dan-Axel Zagadu

Der französische Hüne kam unter Stöger noch nicht eine einzige Minute zum Einsatz und stand zuletzt beim denkwürdigen 4:4 gegen Schalke auf dem Platz. Aktuell gibt es einfach keinen Bedarf, den 18-Jährigen ins kalte Wasser zu schmeißen. Sollte sich einer der Stammverteidiger verletzten, dürfte die Zeit von Zagadou aber gekommen sein.

3. Sokratis

Der einstige Abwehrchef muss sich unter Peter Stöger hinten anstellen. Zwar kam der Grieche oftmals zum Einsatz, doch in zwei der letzten vier Partien saß der Verteidiger 90 Minuten auf der Bank. Gegen Augsburg zudem mit dem entscheidenden Fehler vor dem Ausgleich der Fuggerstädter. Sollte die Entwicklung so weitergehen, ist der 29-Jährige, dessen Vertrag 2019 ausläuft, im Sommer sicherlich einer der Verkaufskandidaten.

2. Manuel Akanji

21 Millionen Euro überwies der BVB im Winter an den FC Basel und sicherte sich die Dienste von Manuel Akanji, der nur schwer in Fahrt kam bei Borussia Dortmund. In den letzten vier Partien stand der Schweizer aber dreimal in der Startelf und verwies im Prestige-Duell mit Vizemeister RB Leipzig Kollege Sokratis auf die Bank. Zwar zeigte der 22-Jährige in der Red-Bull-Arena noch den ein oder anderen Wackler, insgesamt waren seine Auftritte im schwarz-gelben Trikot aber souverän.

1. Ömer Toprak

Ömer Toprak ist sicherlich der große Gewinner des Trainerwechsel. In zehn Bundesligaspielen unter Stöger stand der Türke in neun Partien in der Startelf. Und das Vertrauen zahlte sich aus. Toprak vollzog eine 180 Grad Drehung und zeigte durchaus ansprechende Leistungen. Der Leistungsschub des Sommer-Neuzugangs trug sicherlich am meisten zur neu erlangten defensiven Stabilität von Borussia Dortmund bei.