Amine Harit hat seinen Stammplatz auf Schalke eingebüßt. Der 20-jährige Dribbelkünstler musste den 1:0-Heimerfolg seines Teams gegen die Hertha 90 Minuten auf der Bank verfolgen. Für S04-Coach Domenico Tedesco kein Grund zur Sorge. Harit befinde sich derzeit in einem Tief, werde aber bald wieder herauskommen, versicherte er. 


Vom Stammspieler und Leistungsträger zum Bankdrücker. Für Amine Harit läuft es derzeit auf Schalke nicht mehr ganz so rund, wie in den Monaten davor. Bis zum 21. Spieltag gehörte der marokkanische Nationalspieler in 18 Spielen zur Startelf und wurde zweimal eingewechselt. Mit drei Toren und sieben Vorlagen war der 20-jährige Sommer-Neuzugang einer der Shootingstar der Bundesliga-Saison.


Seit vier Wochen findet sich Harit allerdings nur noch auf der Bank wieder. Bei ​Schalkes hart erkämpften 1:0-Heimsieg gegen Hertha BSC musste der dribbelstarke Youngster 90 Minuten zuschauen. Und das, obwohl Knappen-Coach Domenico Tedesco wegen der Gelbsperre von Guido Burgstaller umstellen musste und Harit in der Woche zuvor nach Einwechslung für den Österreicher eine gute Partie ablieferte.


Gegen Berlin erhielt allerdings Juve-Leihgabe Marko Pjaca den Vorzug. Der kroatische Nationalspieler dankte es mit dem entscheidenden Tor des Tages zurück. Als er nach 66 Minuten entkräftet vom Feld musste, brachte Tedesco Alessandro Schöpf. Kurz vor dem Ende wurde Yevhen Konoplyanka eingewechselt.

Seine derzeitige Reservistenrolle sei aber kein Grund zur Sorge, bekräftigt sein Trainer. "Er hat bisher eine großartige Saison für uns gespielt und wir wissen, was wir an dem Jungen haben", lobt der 32-Jährige seinen Schützling. "Aber er ist Jahrgang 1997 und da ist es einfach wichtig, ihn zu steuern. Und zwar gerade auch in Phasen, in denen er mal nicht so gut drauf ist im Sinne von Spritzigkeit", erklärt Tedesco im Gespräch mit ​bundesliga.com


Das sei allerdings völlig normal: "Jeder hatte mal ein Tief von zwei, drei Wochen. Da kann man jeden Spieler aus dem Kader durchgehen. Amine ist gerade in einem solchen Tief, aber da kommen wir auch gemeinsam wieder heraus" betont der Schalke-Coach.


Vielleicht schon am kommenden Freitag. Dann reist der neue Tabellenzweite zu den abstiegsbedrohten Mainzern (20.30 Uhr). Gudio Burgstaller darf dann wieder spielen und auch Amine Harit hat bis dahin noch Zeit, seinen Trainer davon zu überzeugen, dass er sein Tief überwunden hat.

Am Tag nach dem Sieg gegen die Hertha ließ Harit jedenfalls alle wissen, dass er sich zurückkämpfen möchte. "Der Löwe ist niemals tot" postete er via Twitter und Instagram.