​Nach einem turbulenten Start im Trikot von Borussia Dortmund mit fünf Toren aus den ersten drei Spielen blieb Michy Batshuayi in den letzten vier Partien ohne Torerfolg. Sein ehemaliger Nationalcoach Marc Wilmots übte nun Kritik an der Leihgabe des FC Chelsea.


"Wenn man einen Batshuayi holt, bekommt man keinen fertigen Profi", schrieb der ehemalige belgische Nationalcoach und frühere Schalker in seiner Kicker-Kolumne."Das gilt für einige Spieler der 'Generation Social Media' gilt: Es hakt manchmal."



Bei der Europameisterschaft 2016, in der Belgien bis ins Viertelfinale vorstieß, sorgte Batshuayi für Unmut bei seinem damaligen Trainer, da er es mit der Pünktlichkeit nicht so ernst nahm: "Deshalb wurde er für ein Spiel nicht berufen, quasi als Mahnung. Danach führten wir ein Gespräch darüber, dass Pünktlichkeit auch mit Respekt für die Gruppe und ihre Ziele zu tun hat. Dieses Defizit gibt es nicht nur bei ihm, das betrifft einige dieses Jahrgangs."


Der belgische Stürmer lief insgesamt 13-mal für die 'roten Teufel' auf und erzielte dabei fünf Treffer. Die gleich Anzahl an Toren markierte Batshuayi auch für den BVB und das bereits nach drei Spielen. Dennoch hat Wilmots keine lobenden Worte für den starken Bundesligastart seines Landsmannes übrig: "Man konnte ihm - trotz seiner Tore für den BVB - in jeder Partie anmerken, dass er zuvor nicht viel Spielpraxis hatte. Er braucht Einsätze und das Vertrauen des Trainers, um sein Potenzial für eine große Karriere zu nutzen."


Am Ende schrieb der ehemalige Schalker aber doch noch ein paar positive Zeilen über den 24-Jährigen: "Er war zu Beginn seiner Karriere deutlich egoistischer, in den wenigen Jahren bei Marseille und Chelsea ist er technisch besser geworden und kann die Bälle nun brauchbar für die Mitspieler prallen lassen. Er wirkt auf dem Feld reifer."