Für die Schalker Rekordablöse von fixen 22,5 Millionen Euro wechselte Breel Embolo vor eineinhalb Jahren in den Pott. Dieser Rucksack wird dem jungen Schweizer, der sich erst von einer langen Verletzung erholte, immer wieder geschultert.


​Langsam aber sich findet Breel Embolo zurück in die Spur. Der Schweizer, der im Sommer 2016 für die interne Rekordablöse von 22,5 Millionen Euro vom FC Basel zu Schalke 04 wechselte, erlitt im Oktober vergangenen Jahres eine schwere Verletzung am linken Bein, die ihm lange Zeit zu schaffen machte. Aufgrund der für ihn gezahlten Ablösesumme macht sich der Angreifer indes keine Gedanken.

FC Bayern Muenchen v FC Schalke 04 - Bundesliga

Nimmt langsam Fahrt auf: Breel Embolo


Er sei nicht derjenige, der darüber bestimme, für wie viel Geld er den Verein wechsle, sagt Embolo im kicker. Es seien lediglich Summen, die sich die Vereine untereinander überweisen. Als Spieler habe man selbst keinen Einfluss darauf. "So ist das Geschäft", sagt er, "das muss man akzeptieren.“ Diese Zahl dürfe für ihn demnach keine Rolle spielen.


"Ich würde mir wünschen, dass sie grundsätzlich auch für die Öffentlichkeit keine Rolle spielt“, so der Offensive. "Der Mensch neigt dazu zu sagen: Je teurer etwas ist, desto besser muss es sein. Das ist jedoch ein Trugschluss, finde ich.“ Schalkes Trainer Domenico Tedesco wünsche sich, dass Embolo seine Kraft intelligent einsetze."Meine Wucht ist meine Stärke. Es kann wehtun, gegen mich zu prallen.“


Killerinstinkt fehlt noch


Auf 16 Bundesligaspiele kommt Embolo in dieser Saison. Zwei Tore sowie ein Assist sind dem ambitionierten Schweizer, der mit der Nationalelf im kommenden Sommer zur WM fahren wird, aber zu wenig. "Ich will und muss kaltschnäuziger werden“, sagt er. Dabei nimmt er sich seinen Offensivkollegen Guido Burgstaller als Vorbild. Er sei noch "kein Killer“ wie der Österreicher. Das sei er aber auch nicht in seiner Zeit in Basel gewesen.


Von 2010 bis 2016 kam er für den Schweizer Serienmeister auf 94 Einsätze für die Profis mit 31 Toren und 22 Vorlagen."Als Stürmer will ich Tore schießen“, sagt Embolo, der sich einiges von seinen Mitspielern abschauen will. Den 21-Jährigen sporne es an, dass Burgstaller, Marko Pjaca, Franco di Santo, Amine Harit und er bei Torschussübungen oder Trainingsspielen regelmäßig Wettbewerbe im Training veranstalten.