​Für Jürgen Klopp und den FC Liverpool läuft es in letzter Zeit mehr als rund. Mit dem 2:0-Erfolg über Newcastle United am Samstag feierten die "Reds" bereits den vierten Sieg in Folge und Rücken zumindest bis zum Montag an Manchester United vorbei auf Tabellenplatz zwei hinter Manchester City. Im Anschluss an den Heimsieg gegen die "Magpies" zeigte sich der LFC-Coach zufrieden mit dem Auftritt der Mannschaft und lobte vor allem die Leistung seines wiedererstarkten Stammkeepers Loris Karius.


Es war kurz vor Ende der ersten Halbzeit, als Loris Karius mit einer Glanztat gegen Mohamed Diamé dafür sorgte, dass die 1:0-Führung der "Reds" auch zu Beginn der zweiten Spielhälfte noch Bestand hatte und letztlich sogar noch zum 2:0-Endergebnis ausgebaut werden konnte. 


Nach schwächeren Auftritten in der Vergangenheit und einem engen Konkurrenzkampf mit dem Belgier Simon Mignolet um den Platz zwischen den Pfosten hat der ehemalige Torhüter des 1. FSV Mainz 05 aktuell klar die Nase vorn und ist gesetzt beim Champions-League-Anwärter.


Huddersfield Town v Liverpool - Premier League

Aktuell die klare Nummer eins im Kasten des LFC: Loris Karius


Auf der Pressekonferenz nach dem ​​Sieg gegen Newcastle lobte auch Trainer Jürgen Klopp den Auftritt des 24-Jährigen und insbesondere seine wichtige Rettungstat kurz vor dem Seitenwechsel. "Ich würde nicht sagen, dass wir sonst keine Chance mehr gehabt hätten, das Spiel zu gewinnen, aber wenn der Ball in dieser Situation reingeht, ändert es mit Sicherheit das Spiel. Wann war es, in der 45. Spielminute ungefähr? Newcastle würde wohl sagen, es wäre der 'perfekte Moment' gewesen, aber für uns wäre es natürlich das komplette Gegenteil gewesen. Aber so ist das Leben eines Top-Torhüters: Wenn du bei einem Topteam bist, hast du nicht viel zu tun. Aber wenn du etwas zu tun bekommst, musst du da sein - und er war da, sehr gut. Es ist besser, dass sie (Newcastle United, Anm. d. Red.) zum Abschluss kamen und er (Liverpools Keeper Loris Karius, Anm. d. Red.) den Ball so halten konnte, als wenn sie nicht auf das Tor geschossen hätten. Dann hätte wohl niemand über den Torhüter gesprochen", so der langjährige Coach von Borussia Dortmund über seine Nummer eins. 


Auch allgemein entwickle sich der junge Schlussmann bei den "Reds" sehr gut, wie "Klopp" verriet. "Wenn er kein guter Torhüter wäre, wäre ich wohl der größte Idiot im Weltfußball ihn trotzdem ins Tor zu stellen. Vielleicht denken manche Leute ich bin es, aber er ist ein außergewöhnlich begabter Torhüter. Der Start war nicht sehr gut und heutzutage urteilen die Menschen sehr schnell und sagen, dass der Start nicht gut war und es deshalb nichts wird. Er brauchte Zeit und die passende Situation sowie das Training mit John (Achterberg, Torwarttrainer beim LFC, Anm. d. Red.) - und jetzt spielt er.  Gottseidank spielt er gut. So ist die Situation. Es gibt auf der Welt keinen Torhüter ohne Fehler. Für Torhüter ist das Timing sehr wichtig. Am besten ist es, du machst in deinen ersten 50 Spielen keinen Fehler. Dann denken die Leute, du bist der beste. Auch wenn du danach für drei Gegentore am Stück verantwortlich bist, denken die Leute immer noch: 'aber er ist weltklasse.' Er hatte jetzt ein paar gute Spiele, das ist gut für uns. Hoffentlich geht es so weiter."


Loris Karius war im Sommer 2016 für 6,2 Millionen Euro vom 1. FSV Mainz 05 zum FC Liverpool in die englische Premier League gewechselt. Für die "Reds" bestritt der ehemalige U21-Nationalkeeper des DFB seitdem bislang 34 Pflichtspiele und kassierte dabei 31 Gegentore. 15 Mal spielte er zu Null, wie zuletzt auch gegen Newcastle United. Sein Vertrag an der Anfield Road läuft noch bis Sommer 2021.