​Obwohl der SC Freiburg beherzt in das Heimspiel gegen den FC Bayern München gegangen war, mussten die Breisgauer letztlich eine deutliche Niederlage hinnehmen. Die Mannschaft von Jupp Heynckes brauchte aufgrund einiger Umstellungen etwas mehr Zeit, ehe sie die Partie an sich reißen konnte. Ein Eigentor von Freiburg-Keeper Alexander Schwolow brach jedoch den Bann, Corentin Tolisso, Sandro Wagner und Thomas Müller machten das 4:0 perfekt.


SC Freiburg - FC Bayern München 0:4 (0:2)

Tore: 0:1 Schwolow (25./Eigentor), 0:2 Tolisso (28.), 0:3 Wagner (54.), 0:4 Müller (69.)

Zuschauer: 24.000


Im Sky-Interview vor dem Spiel brachte SCF-Trainer Christian Streich auf den Punkt, was auf seine Mannen gegen den Rekordmeister zukommen würde: "Wir haben nur dann eine Chance, wenn wir außergewöhnlich gut spielen." Auf die 90 Minuten gesehen spielte Freiburg gut, aber nicht außergewöhnlich gut, so dass die Bayern relativ problemlos mit einem 4:0-Sieg die Heimreise aus dem Breigau antreten konnten. Der übliche Bundesliga-Alltag.

Beim Blick auf die Aufstellung war die Ausgangslage für die Freiburger zumindest nicht aussichtslos. Bei den Bayern fielen mit Kingsley Coman und Franck Ribéry zwei Flügelflitzer aus, während Arjen Robben und Robert Lewandowski nur auf der Bank Platz nahmen. Im Vergleich zum torlosen Remis gegen Hertha BSC kamen Joshua Kimmich, Jerome Boateng, Arturo Vidal, Corentin Tolisso und Sandro Wagner neu ins Spiel.


Doppelschlag schockt mutige Freiburger


Zu Beginn war den Gästen die Rotation tatsächlich ein wenig anzumerken. Hingegen versteckten sich die Freiburger keineswegs vor den vom Papier her übermächtigen Münchnern. Ein Doppelschlag zwischen der 25. und 28. Minute war jedoch dafür verantwortlich, dass der tolle Auftakt des Sport-Clubs zunichte gemacht wurde.

Vor allem das 0:1 war aus Sicht der Hausherren bitter. Ein als Vorlage gedachter Volley von Thomas Müller landete in Billard-Manier erst an der Hacke von Caglar Söyüncü und fiel dann erneut dem Weltmeister vor die Füße. Dieser spitzelte das Leder erneut in die Mitte, wovon Freiburg-Schlussmann Alexander Schwolow so überrascht war, dass er den Ball mit seinem Oberschenkel selbst über die Linie bugsierte. 


Leichtes Spiel in der zweiten Halbzeit


Nur drei Minuten später folgte dem typischen Müller-Treffer ein Traumtor von Tolisso, der den Ball ins rechte obere Eck aus der Distanz befördern konnte. Mit dem 2:0 hatten die Bajuwaren das Spiel vollends im Griff und wurden in der zweiten Halbzeit vor keinerlei Probleme gestellt. Wagner erhöhte in Lewandowskis Abwesenheit auf 3:0 (durch ein ebenfalls recht kurioses Tor, das per Videobeweis bestätigt werden musste) und Müller machte mit seinem ersten richtigen Treffer an diesem Abend den Deckel drauf.

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Wagner musste den Ball zum 3:0 nur noch über die Linie drücken.


Mit diesem Dreier enteilte der FCB der Konkurrenz noch weiter, da sich Leipzig und Dortmund bereits am Samstag die Punkte teilten. Die 20 Zähler Vorsprung auf den Zweiten Schalke 04 sind ein weiterer Ausdruck der unfassbaren roten Dominanz 2017/18.