Sein Debüt in der Startelf von Werder Bremen hatte es in sich: Verteidiger Marco Friedl musste bei seinem Einstand am vergangenen Freitag bei Borussia Mönchengladbach einen 0:2-Rückstand hinnehmen und wurde zudem in der zweiten Halbzeit vor die Herausforderung gestellt, auf die für ihn unbekannte rechte Seite zu wechseln. Der Leihspieler des FC Bayern machte seine Sache ausgezeichnet und wurde mit Lob überschüttet.


Welch ein Einstand für Marco Friedl! In Mönchengladbach erlebte der 19-Jährige ein Auf und Ab der Gefühle. Zwei ärgerlichen Gegentoren inklusive einem, an dem er nach eigener Einschätzung "nicht ganz unschuldig" war, folgte eine ​beeindruckende Aufholjagd seiner neuen Mannschaft (Endstand: 2:2) - sowie ein toller Auftritt auf ungewohnter Position.

"Dass Marco hinten rechts spielt, war vorher nicht geplant, aber auch das hat er sehr gut gelöst", lobte ihn Florian Kohfeldt laut der ​offiziellen Werder-Webseite nach der Partie über den grün-weißen Klee. Für Friedl war nicht nur das Trikot Neuland, sondern auch die Position, wie er bestätigte: "Das habe ich, so weit ich mich erinnere, noch nie gespielt."


Friedl erfuhr erst am Spieltag von seiner Berufung in die Startelf


Der Einsatz von Beginn an kam für den vom FCB ausgeliehenen gelernten Innenverteidiger wie aus dem Nichts: "Der Trainer hat mir erst am Spieltag selbst gesagt, dass ich in der Startelf stehe. Ich habe versucht, mich mit einfachen Pässen einzubringen. Das hat gut funktioniert. Habe mich wohl gefühlt auf dem Platz. Mein Spiel war in Ordnung."

Aus Sicht von Kohfeldt kam weder die Berufung noch die starke Leistung des Youngster überraschend. "Marco hat sich das auch ein stückweit einfach verdient. Beim Nord-Derby war er nicht im Kader, obwohl er ganz starke Einheiten absolviert hat. Das hat er diese Woche auch getan. Ich hatte nach dem Abschlusstraining ein richtig gutes Gefühl bei ihm", erklärte der Werder-Trainer. Sein Gefühl spielte ihm definitiv keinen Streich...