​Der Vertragspoker um Max Meyer nimmt immer merkwürdigere Formen an. Im Rahmen der Bundesligapartie zwischen dem FC Schalke 04 und Herha BSC (1:0) tat sich ein Nebenschauplatz auf, der Christian Heidel ein Stirnrunzeln entlockte. Der Berater des S04-Juwels, Roger Wittmann, hatte in einem Interview eine Aussage getätigt, die Schalkes Sportvorstand nach eigenen Angaben "kaum glauben" konnte.


Nach dem feststehenden Abgang von Leon Goretzka zum FC Bayern drängt bei den Königsblauen die Zeit: Sollte auch Max Meyer dem FC Schalke 04 im Sommer den Rücken kehren wollen, muss Christian Heidel möglichst bald tätig werden. Aus diesem Grund hatten die Schalker dem 22-Jährigen eine Frist bis zum 15. Februar gesetzt. Bis dahin sollte Meyer entscheiden, ob er das Vertragsangebot annehmen möchte oder nicht.

Da sich ​der Spieler und sein Berater Roger Wittmann keinen Zeitpunkt diktieren lassen wollten, wurde die Offerte zunächst abgelehnt. Das Interview des Spieleragenten am gestrigen Samstag gegenüber Sky dürfte weiteres Salz in die Wunde gestreut haben. "Zwei E-Mails reichen nicht, um einen Schalker Jungen vom Verbleib zu überzeugen", raunte Wittmann ins Mikrofon.


"Ich kenne Berater, die schreiben zwei E-Mails und wollen Millionen dafür"


Damit hatte der Meyer-Berater Heidel und Co. öffentlich vorgeworfen, sich zu wenig um den Spieler bemüht zu haben. Der Sportvorstand reagierte nach dem Spiel in der Mixed-Zone überrascht und ein wenig schockiert über diese heftige Kritik: "Ich kenne Berater, die schreiben zwei E-Mails und wollen Millionen dafür. Ich werde das nicht kommentieren - ich kann es kaum glauben, dass er das sagt."

Zwar erklärte Heidel unmittelbar danach, dass die Millionen-Bemerkung nicht auf Wittmann persönlich gemünzt gewesen sein soll, doch das Tischtuch zwischen den beiden scheint zerschnitten. Um kein weiteres Öl ins Feuer zu gießen, bemühte Heidel jedoch weitestgehend gemäßigte Töne: "Ich werde in der Öffentlichkeit nicht darüber reden, weil ich nicht glaube, dass das gut für die Sache wäre und auch nicht gut für Max."