In der Bundesliga sorgt der Video-Assistent seit seiner Einführung zu Beginn der Saison für viele Diskussionen. Auch wenn viele Entscheidungen nicht immer nachvollziehbar sind und manches fragwürdig bleibt, so konnte er doch eine Vielzahl von Entscheidungen berichtigen. Das reicht dem International Football Association Board (IFAB) wohl, um den Videobeweis endgültig ins Regelwerk aufzunehmen.


Kaum ein Spieltag vergeht, an dem keine Diskussionen wegen des Videobeweises geführt werden. Oftmals fühlt sich eine Seite klar benachteiligt, in der Nachbetrachtung hat der Videobeweis aber rund drei Viertel aller falschen Entscheidung berichtigt. Zwar läuft bei weitem noch nicht alles rund im Umgang mit der Technologie, es wird jedoch fieberhaft an Verbesserungen und reibungsloserem Umgang gefeilt.


Inzwischen ist auch das International Football Association Board (IFAB) restlos überzeugt von der Einführung und nimmt den Videobeweis nun fest ins Regelwerk des Sports auf. Nachdem in den vergangenen 2 Jahren rund 1000 Spiele mit Hilfe des Videobeweises durchgeführt wurden, kommt das IFAB zu dem Schluss, dass es eine sinnvolle Neuerung für den Sport ist. Dabei soll es jedoch dem jeweiligen Verband selbst überlassen bleiben, ob er künftig auf den Video Assistant Referee (VAR) setzt, oder weiterhin ohne die Spiele der jeweiligen Liga durchführen lässt.


Letztlich waren die Verantwortlichen dermaßen überzeugt, dass es auf der 132. Geschäftsversammlung zu einem einstimmigen Ergebnis bei der Abstimmung für den Videobeweis kam. Ob das System auch zukünftig in der zweiten Liga in Deutschland eingeführt wird, das ließ Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), noch offen.