Der SV Werder Bremen konnte am Freitagabend einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf landen, als man bei Borussia Mönchengladbach einen 2:0-Rückstand aufholte und in ein 2:2-Unentschieden ummünzte. Trotz des starken Kampfes und der großen Moral der Hanseaten, zeigte sich Kapitän Max Kruse nach dem Spiel sehr verärgert.


„Mit der Leistung in der zweiten Halbzeit bin ich zufrieden. In der ersten Halbzeit waren wir im Tiefschlaf und hauen uns die Dinger selber rein“, gab der 29-Jährige nach der Partie am Eurosport-Mikrofon zu Protokoll. Wovon der Bremer Kapitän da genau sprach, wird schnell nach Betrachtung der zwei Gladbacher Tore deutlich: Zunächst spielte Delaney unfreiwillig einen Doppelpass mit Denis Zakaria, der danach frei vor Pavlenka die Nerven behielt und zur 1:0-Führung einschoss (5.). In der 33. Spielminute wollte Moisander dann eine scharfe Hereingabe in den Bremer Strafraum klären, fälschte die Kugel allerdings ins eigene Tor ab.

„Wir haben das schon vor zwei Wochen in Freiburg erlebt – auch da waren wir nicht von der ersten Minute an wach. Unmittelbar vor dem Spiel wird das angesprochen und dann fehlt die Kommunikation, die untereinander einfach da sein muss“, analysierte Kruse, der auch nach der starken Aufholjagd seiner Mannschaft in Halbzeit zwei nicht zufrieden mit dem Ergebnis war.


„Mich ärgert es einfach insgesamt, dass wir so ein Spiel nur Unentschieden spielen, zumal wir in der zweiten Halbzeit noch Chancen haben, das Spiel zu drehen. Der Anspruch, den wir haben, ist unten rauszukommen und solche Spiele zu gewinnen“ erklärte der Offensivmann, fügt aber an: „In Gladbach haben dieses Jahr aber nicht viele Mannschaften gewonnen und deswegen muss man vielleicht mit dem Punkt zufrieden sein.“