​Der 1. FC Köln steht trotz der fünftbesten Rückrundenbilanz der Bundesliga weiterhin am Tabellenende auf dem 18. Platz und steuert geradewegs in Richtung Abstieg zu. Auch wenn man mittlerweile punktgleich mit dem Vorletzten Hamburger SV ist, beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz und den 1. FSV Mainz 05 noch sieben Punkte. Beim 1. FC Köln glaubt man dennoch bis zuletzt an das Wunder Klassenerhalt, wie die beiden Abwehrspieler Dominique Heintz und Frederik Sörensen nun erklärten.


Auch wenn der 1. FC Köln weiterhin am Tabellenende steht, gab der 2:1-Sieg gegen den klaren Favoriten und Vizemeister der letztjährigen Bundesligasaison RB Leipzig noch einmal neuen Grund zur Hoffnung und vor allem noch einmal eine Portion Extramotivation. Besonders in der zweiten Halbzeit lieferten die Domstädter eine gute Leistung ab und dürften demnach nun mit gestärktem Selbstvertrauen in die Partie gegen den VfB Stuttgart am Wochenende gehen. 


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Der Sieg gegen RB Leipzig bringt noch einmal neuen Schwung im Abstiegskampf



"Ich weiß nicht, ob unser Aufschwung etwas mit dem Trainerwechsel zu tun hat oder ob es an der Rückkehr der verletzten Spieler liegt. Am meisten helfen Siege. Man spürt aber einfach, dass eine neue Energie in der Mannschaft ist. Der Glaube an unsere Stärke ist zurück. Viele hatten ja schon gesagt, dass wir abgestiegen sind. Doch wir sind wieder im Geschäft", so FC-Verteidiger Frederik Sörensen im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger


Auch Leistungsträger und Nebenmann Dominique Heintz zeigte sich kämpferisch und glaubt weiter an den Ligaverbleib, wie er verriet. "Zum Schluss wird abgerechnet. Punkten wir weiter, ist alles drin. Mit einem Erfolgserlebnis wie in Leipzig startet die Trainingswoche schon ganz anders. Wenn sie (die Medien, Anm. d. Red.) einen schlechten Artikel schreiben, fängt die neue Woche auch für sie nicht gut an. Deshalb sollten sie ja auch einen guten Artikel schreiben. Und wir sollten jetzt mal wieder ein Heimspiel gewinnen. Gegen Stuttgart wird es schwer, aber ich habe ein sehr gutes Gefühl, zuletzt waren wir immer nahe an einem Heimsieg. Jetzt sind wir mal dran."


Ein großes Plus sei es zudem, dass sich so gut wie alle Spieler in der Mannschaft auch neben dem Platz gut verstehen. Von einer Wohlfühle-Oase will der gebürtige Kaiserslauterer Heintz allerdings nichts wissen. Vielmehr könne dies ein entscheidender Vorteil im Abstiegskampf sein. "Auch in der ganz schlechten Phase haben wir uns nicht angemotzt und nach Schuldigen gesucht. Das hätte ja auch passieren können. Aber wir haben uns geschworen, dass wir das zusammen meistern. Wir sind ein guter Haufen und haben so viele geile Sachen zusammen erlebt. Die Mannschaft ist intakt, am Ende kann das der Schlüssel zum Erfolg sein. Wenn wir das Wunder schaffen, wird uns diese Erfahrung nur noch stärker machen."


Mit der Frage nach einem Verbleib auch im ​Abstiegsfall und einem möglichen Gang mit dem "Effzeh" in die 2. Bundesliga wollten sich beide Defensivspieler (zumindest vorerst) noch nicht beschäftigen. "Warum sollte ich mich jetzt mit der 2. Liga beschäftigen? Wir haben noch zehn Spiele. (...) Im Moment konzentriere ich mich nur auf meine Mission beim FC", erklärte Heintz, der wie Teamkollege Marco Höger eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag stehen hat, für beide.