HSV-Coach Bernd Hollerbach glaubt weiter an den Verbleib in der Bundesliga. Ein Sieg gegen Mainz 05 könne "das Blatt schnell wieder drehen". Vor dem Abstiegs-Endspiel am Samstag ergreift er eine besondere Maßnahme und will so seine Spieler vor dem "Trubel im Umfeld fernhalten". 


Die Ruhe vor dem Sturm? Bundesliga-Dino Hamburger SV hat am Donnerstagabend wie geplant im Hotel Treudelberg zum Kurz-Trainingslager vor dem ​Abstiegs-Endspiel gegen Mainz 05 eingecheckt. Im 24 Auto-Killometer vom heimischen Volkspark entfernten Lemsahl-Mellingsted verspricht sich Bernd Hollerbach "vor allem Ruhe für meine Spieler". Angesichts der Bedeutung der Partie gegen den direkten Konkurrenten aus Mainz mache "Hektik jetzt keinen Sinn. Ich möchte die Jungs vom ganzen Trubel im Umfeld fernhalten. Wir werden viele Gespräche führen und zusammen Zeit verbringen“, so der HSV-Coach zur ​Bild.

Am Samstag kämpft Hollerbach mit seinem Team um die vielleicht letzte Chance im Kampf um den Klassenerhalt. Wollen die Rothosen den ersten Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte doch noch abwenden, muss gegen die Rheinhessen ein Sieg her. Die Mainzer liegen derzeit auf dem Relegationsplatz sieben Zähler vor dem HSV.


"Als ich noch Spieler beim HSV war, war es unser Mannschaftshotel - und damals waren wir ja auch noch erfolgreich. Vielleicht ist das ja ein gutes Omen...“, greift Hollerbach nach jedem Strohhalm. Der 48-Jährige verspricht bis zum letzten Moment alles für seinen "Herzensklub" zu geben: "Ich glaube immer an die Chance, nicht ans Scheitern. Und auch wenn es einige schon glauben: Wir sind noch lange nicht abgestiegen, kämpfen bis zum Schluss und haben mit einem Erfolgserlebnis am Samstag sogar die Chance, wieder in die Spur zu kommen. Dann kann sich das Blatt ganz schnell wieder drehen. Wenn wir drei Punkte holen, dann sind wir wieder dabei.“


Schon vor den vergangenen Spielen hatte sich Hollerbach in einer Floskel-Rhetorik geübt. So auch vor dem Endspiel gegen Mainz: "Ich habe keine Angst, gebe mein Bestes bis zum Schluss und haue alles rein. Wir werden alles geben - und wenn dann einer besser ist als wir, dann hat er das auch verdient.“


Einzig für den HSV habe er gesagt, "wenn ich helfen kann, dann mache ich es". Erfolgreich war das bislang aber nur bedingt. In fünf Partien unter Hollerbach holten die Hamburger erst zwei magere Punkte. Am Samstag wird es ​Zeit für den ersten Sieg seit Ende November - ansonsten dürfte die Bundesliga-Uhr im Volkspark nicht mehr lange ticken.