Marco Fabian ist zurück. Nach seiner langen Verletzungspause erweitert der mexikanische Nationalspieler das Offensiv-Arsenal der Eintracht. Eine echte Option für die Startelf ist er für Niko Kovac aber noch nicht. Der Spielmacher akzeptiert das, will sich aber so schnell wie möglich wieder ins Team kämpfen. Die WM-Teilnahme bleibt sein ganz großes Ziel. Dem ordnet er jetzt alles unter - sogar die Liebe.


Im Januar 2016 kam Marco Fabian aus seiner Heimat von Deportivo Guadalajara in die Bundesliga. Der 28 Jahre alte Mexikaner brauchte bei der Frankfurter Eintracht ein halbes Jahr Anlaufzeit, bevor er in der vergangenen Saison richtig durchstartete. Mit sieben Toren und vier Vorlagen war Fabian Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel der Eintracht. 


Probleme mit dem Lendenwirbel stoppten ihn aber schon im letzten Jahr zwischen dem 17. und 23. Spieltag. Vor der aktuellen Spielzeit musste er sich nach seiner Confed-Cup-Teilnahme mit Mexiko am Rücken operieren lassen und fiel die komplette Hinrunde aus. Nun will sich der Spielmacher so schnell wie möglich wieder in die Startelf kämpfen. Gegen den FC Augsburg gab er bereits sein Comeback Anfang Februar, musste dann aber zweimal zuschauen und durfte bei der ​0:1-Pleite in Stuttgart am vergangenen Samstag eine Halbzeit ran. Die lange Pause ist Fabian aber noch deutlich anzumerken.

Derzeit scheint der Spielmacher für Eintracht-Coach Niko Kovac noch keine echte Option für die erste Elf zu sein. Fabian akzeptiert das. "Die Ver­stän­di­gung mit Niko Kovac, dem Mis­ter, ist sehr gut. Ich denke, dass wir auf einer Wel­len­län­ge sind. Er ist der­je­ni­ge, der ent­schei­den muss und ich re­spek­tie­re alle seine Ent­schei­dun­gen“, bekräftigte der 28-Jährige gegenüber der ​Bild.


Unruhig, dass er wegen seiner mangelnden Spielpraxis die WM im Sommer verpassen könnte, wird Fabian nicht: "Ich sehe immer noch, dass ich eine große Chan­ce habe bei der WM dabei zu sein.“ Für die anstehenden Länderspiele von "El Tri" gegen Is­land (23. März) und Kroa­ti­en (27. März) wurde der 35-fache Nationalspieler von Trainer Juan Car­los Oso­rio nominiert. "Er sieht, dass ich trai­nie­re und auch meine Ein­sät­ze be­kom­me. Und er weiß, ich bin kör­per­lich voll auf der Höhe" so Fabian.


Dennoch ​gab er zuletzt schon zu bedenken, dass er Spielpraxis brauche, um sich "100-prozentig" auf die WM vorbereiten zu können. "Ich bin wieder fit und arbeite hart", erklärte der 28-Jährige. Für Kovac gibt es aktuell allerdings wenig Gründe, sein Stammpersonal zu wechseln. Trotz der Pleite in Stuttgart liegt die Eintracht auf Rang vier weiter voll auf Kurs Europa. Auch für Fabian ist das neben der WM-Teilnahme ein großes Ziel.

Um das zu erreichen und schnell wieder Kovac' erste Wahl zu werden, hat er sich jetzt sogar von seiner Freundin An­drea Sanchez Fu­en­tes getrennt. Mit der TV-Journalistin war Fabian über ein Jahr zusammen. "Sie stu­diert und muss­te des­halb zu­rück. Des­we­gen haben wir uns vor­erst ge­trennt, aber als Freun­de und mit der Mög­lich­keit, dass wir wie­der zu­sam­menkom­men. Wir kon­zen­trie­ren uns beide erst mal auf un­se­re Ziele, aber wir sind mit die­ser Ent­schei­dung glück­lich und kön­nen gut damit leben“, meinte der Mexikaner zum Liebes-Aus.