​Borussia Dortmund hatte auf der Suche nach einem Nachfolger für den entlassenen Peter Bosz offenbar zunächst einmal Ex-Coach Ottmar Hitzfeld im Sinn. Ähnlich wie der Rivale aus München wollte man eine Trainerlegende mit dem Posten des Chefcoaches  betrauen. Dies bestätigte der Altmeister nun in einem Interview.


"Es gab Kontakt, ja", verriet der 69-Jährige im Sportbuzzer Fantalk 3.0. "Ich habe nicht groß überlegt, auch nicht, als ich beim BVB im Gespräch war. Ich hatte mich entschlossen, dass ich nicht mehr als Trainer aktiv sein möchte - auch nicht für acht Monate und auch nicht für drei Monate." Der Revierklub entschied sich schließlich für Peter Stöger als neuen Coach.



Der BVB plante also eine ähnliche Übergangslösung wie der FC Bayern. Die hatten kurz zuvor Jupp Heynckes ziemlich erfolgreich aus der Rente reaktiviert. Hitzfeld hätte jedoch den Trainerjob für kein Geld der Welt angenommen: "Für mich ist eine Rückkehr nie infrage gekommen. Ich möchte mit meiner Familie zusammen sein und meiner Frau und mir nicht mehr diesen Druck zumuten: dass ich Spiele permanent gewinnen muss und diesen Stress habe. Ich habe das genug erlebt. Ich habe immer wieder Angebote gehabt - aus dem Ausland, aus dem Inland. Aber: Nein, das ist für mich kein Thema mehr."


Hitzfeld stand bereits zwischen 1991 und 1997 an der Seitenlinie des ehemaligen Westfalenstadions. Unter seiner Führung wurde der BVB zur europäischen Spitzenmannschaft. Zwei deutsche Meisterschaften und der Gewinn der Champions League fielen in die Hitzfeld-Ära. Doch momentan genießt der gebürtige Lörracher seinen Ruhestand in vollen Zügen. "Ich habe keinen Druck mehr, ich habe keinen Stress mehr, ich muss nicht mehr das nächste Spiel gewinnen. Mir ging es noch nie so gut in meinem Leben."