Die Personallage beim FC Augsburg vor dem Duell mit Hoffenheim ist angespannt. Vor allem hinten rechts drückt der Schuh nach dem Saison-Aus von Raphael Framberger gewaltig. Eine Begnadigung des suspendierten Daniel Opare kommt dennoch nicht infrage. FCA-Coach Manuel Baum nennt drei andere Kandidaten und könnte auch mit einer Systemumstellung reagieren.


Wenn am Samstag der FC Augsburg den Gast aus Hoffenheim empfängt (15.30 Uhr), trifft Bundesliga-Mittelmaß auf Mittelmaß. Es ist das Duell zwischen dem Achten gegen den Neunten - während das für den FCA eine starke Saison bedeutet, herrscht im Kraichgau nach dem Champions-League-Jahr in der vergangenen Spielzeit Ernüchterung. 


Augsburg-Trainer Manuel Baum nahm das vor der Partie mit Humor. Auf die Frage, ob TSG-Coach Julian Nagelsmann seine Magie verloren habe antwortete der 38-Jährige trocken: "Ich weiß nicht. War der Zauberer?" Lobende Worte hatte er für seinen Kollegen, der neuerdings mit dem FC Arsenal in Verbindung gebracht wird, aber auch parat: "Er macht immer noch einen super Job. Man sollte Trainer nicht immer nur am Tabellenplatz messen", gab Baum auf der Pressekonferenz am Donnerstag zu bedenken. Hoffenheim sei trotz der prominenten Abgänge weiter eine "riesen Mannschaft", die eigentlich in der Tabelle weiter oben stehen müsse.

Zeit, sich mit den Problemen des kommenden Gegners zu beschäftigen bleibt Baum vor dem Spiel am Samstag ohnehin kaum. Neben den langzeitverletzten Jeffrey Gouweleeuw und Alfred Finnbogason fehlt gegen die TSG auch der Gelb-gesperrte Caiuby. Nach dem ​Saison-Aus von Raphael Framberger müssen die Fuggerstädter auf der rechten Defensiv-Seite improvisieren.


Daniel Opare wurde wegen seiner Disziplinlosigkeiten und dem Flirt mit Schalke 04 suspendiert - und wird das trotz der Personalnot auch bleiben. ​Im Kader steht damit kein gelernter Rechtsverteidiger mehr. Für Baum allerdings kein Grund zur Sorge: Der FCA-Coach nannte Jonathan Schmid, Christoph Janker und Junioren-Nationalspieler Simon Asta als mögliche Alternativen. Schmid hatte Frambergers Rolle nach dessen Verletzung schon ​beim 1:1 in Dortmund übernommen und gilt auch gegen Hoffenheim als Favorit für diese Position.

Dabei könnte Baum das System wechseln. "Wir sind auch in der Lage, in der Dreierkette aufzulaufen", betonte er. Vermutlich würde dann Rani Khedira in die Abwehrreihe zurückgehen. Eine Position, die der 24-Jährige in dieser Spielzeit häufiger ausgefüllt hat und situativ auch beim BVB bekleidet hatte. Die beiden Außenverteidiger könnten dann vor einer Dreierkette etwas höher agieren. Schmid wäre dafür wohl der geeignetste Mann auf der gebeutelten rechten Seite.