Unter fragwürdigen Umständen drückte Ousmane Dembélé nach langem Hin und Her seinen Wechsel von Borussia Dortmund zum FC Barcelona im vorigen Sommer durch. Inzwischen hat sich das Offensivtalent zu seinem kleinkarierten Verhalten geäußert – und gibt sich gewohnt unschuldig.


20 Jahre jung ist Ousmane Dembélé. Trotz seines Alters zahlte ​der FC Barcelona im vorigen Sommer die stolze Ablösesumme in Höhe von 105 Millionen Euro, die sich durch Boni auf bis zu 147 Millionen in die Höhe schrauben kann. Mittels Trainingsstreik und kindischem Verhalten boxte er seinen Wechsel nach Katalonien schlussendlich durch.


Dem französischen Fußballmagazin Onze Mondial antwortet Dembélé in einem Interview auf die Frage, ob er von seinem Ende beim BVB enttäuscht sei: "Ja und nein. Ich hatte den Eindruck, dass ich die Erfüllung meines Traums verpassen würde. Deswegen habe ich mich so verhalten, dazu stehe ich." Trotzig erschien der 20-Jährige nicht mehr zu den Trainingseinheiten in Dortmund und erhielt nach seiner Suspendierung schließlich die Wechselfreigabe.

Borussia Dortmund Training Session  - DFB Cup Final 2017

Ousmane Dembélé spielte eine Saison für den BVB


Dembélé weiter: "Was hätte ich sonst machen sollen? Barcelona ein zweites Mal absagen sollen? Das wäre für mich unmöglich gewesen." Weiter führt der französische Nationalspieler aus, er habe schon während seiner Zeit bei Stade Rennes von einem Wechsel nach Barcelona geträumt. Für ihn ist klar, dass es an der Art und Weise, wie der Wechsel zustande kam, nichts Verwerfliches gibt.


"Ich würde gerne wissen", fügt Dembélé an, „wie die Leute, die mich kritisieren, sich verhalten hätten, wenn sie an meiner Stelle gewesen wären." Aufgrund zweier Muskelverletzungen schied der Offensivspieler in dieser Saison lange aus. Für Wirbel sorgten jüngst Meldungen, Dembélé bekomme ​aufgrund seiner ungesunden Ernährungen einen eigenen Koch zur Seite gestellt. Zudem soll ein eigens engagierter Physiotherapeuten seine Fitnesswerte verbessern.