Am Samstag (15:30 Uhr) geht es für den Hamburger SV fast schon um alles. Im Abstiegsduell gegen den 1. FSV Mainz 05 darf sich die Mannschaft von Bernd Hollerbach keine weitere Niederlage erlauben. Vor der Abfahrt ins Kurztrainingslager ins Hotel "Treudelberg" in Lemsahl-Mellingstedt gab sich der HSV-Trainer in der Pressekonferenz kämpferisch.


Sieben Punkte trennen den Tabellen-16. (Mainz) vom Tabellen-17. (HSV). Bei einer Heimpleite gegen den "Karnevalsverein" würde der Relegationsplatz fast schon außer Reichweite geraten. Auf diese Dramatik wies auch Bernd Hollerbach in der abschließenden Pressekonferenz hin: "Wir werden alles reinlegen, um nicht den Kontakt zum Relegationsplatz zu verlieren."

Bevor sich jedoch am Wochenende alle Blicke auf den Bundesliga-Dino richten werden, möchte der Trainer seine Spieler ​im Rahmen des Kurztrainingslagers erst einmal auf andere Gedanken bringen. "Wir wollen etwas Ruhe haben, uns konzentriert vorbereiten. Zuletzt war es ja wieder sehr turbulent." Letztere Worte sind fast schon untertrieben, wenn man bedenkt, wie viel Gegenwind die Mannschaft und der Coach nach der Derby-Niederlage bei Werder Bremen (0:1) hinnehmen musste. 


Hollerbach fordert mehr Kaltschnäuzigkeit


Für Hollerbach, der einst selbst das HSV-Trikot trug, ist das weder ungewöhnlich noch ein Problem: "Ich gehe damit um, wie ich immer mit Dingen umgehe: Ich konzentriere mich auf das Wesentliche, nämlich die Arbeit mit der Mannschaft. Einige glauben schon, dass wir bereits abgestiegen sind. Aber wir werden alles dafür tun, um wieder in die Spur zu kommen. Dass in Hamburg immer viel Unruhe ist, das kenne ich und das wusste ich ja auch schon vorher."

SV Werder Bremen v Hamburger SV - Bundesliga

Der HSV-Coach muss die Derby-Pleite aus den Köpfen seiner Spieler löschen.


Damit wieder mehr Ruhe einkehren kann, erhofft sich Hollerbach mehr Durchschlagskraft vor des Gegners Tor. Mit diesem Hinweis richtete er sich jedoch nicht an die Angreifer, sondern an die gesamte Mannschaft: "Wir waren nicht kaltschnäuzig genug, da fehlte die letzte Konsequenz. Ich erwarte, dass wir noch gieriger werden. Aber das liegt nicht allein bei den Stürmern. Da ist jeder Spieler aufgefordert, noch mehr zu geben für ein Erfolgserlebnis."