Das 1:0 bei Hannover 96 hat den Fall der Gladbacher Borussia vorerst gestoppt, das Traumtor von Christoph Kramer bedeutete nach Wochen der Torlosigkeit mal wieder einen Dreier für das Team von Dieter Hecking. Dieser hob vor der Partie Nico Elvedi hervor und äußerte sich auf der Pressekonferenz zu den vielen Verletzten.


Wenn es im Duden ein Bild bräuchte, um fallende Steine von Herzen zu illustrieren, dürfte das Bild von Christoph Kramers Jubelschrei perfekt dafür herhalten. Nach vier Partien ohne eigenen Treffer bedeutete das Tor des Weltmeisters endlich mal wieder einen Sieg, dazu noch in der Fremde. Um den Kontakt an die internationalen Ränge zu wahren, sollte daher im Heimspiel gegen Werder Bremen am Freitag nachgelegt werden.

Doch die Fohlenelf hat weiterhin mit vielen Ausfällen zu kämpfen, weshalb Dieter Hecking weiter seinen Einfallsreichtum beim Aufgebot beweisen muss. Mit Nico Elvedi hat er bereits einen ordentlichen Ersatz für die verwaiste linke Abwehrseite gefunden. „Nico macht es auf allen Positionen, auf denen wir ihn brauchen, sehr gut. Das zeichnet ihn momentan aus. Er hat auch die neue Rolle auf der linken Seite sehr gut angenommen und ist für mich unumstrittener Stammspieler“, hob der Coach den Stellenwert seines neuen linken Verteidigers hervor.


Und Hecking spricht dem jungen Schweizer weiter das Vertrauen aus und hofft, ihn im Sommer bei den Eidgenossen während der WM in Russland wiederzusehen. „Ich würde mich freuen, wenn er so weitermacht und wir mit seiner Hilfe unsere Ziele erreichen und er für seine tolle Entwicklung mit der WM-Teilnahme belohnt wird.“

Zudem machen einige Akteure im Lazarett gute Fortschritte, wie Hecking erklärt. So seien neben Ibrahima Traore auch Oscar Wendt und Tobias Strobl „auf einem guten Weg. Bei Raffael habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass er gegen Leverkusen wieder dabei sein kann.“ Mit einer Rückkehr des Brasilianers wäre die Offensivqualität gegen Bremen jedenfalls noch mal ein Stück gefährlicher, was nicht die schlechtesten Voraussetzungen wären, um den Sieg in Hannover noch zu vergolden.