Branimir Hrgota soll unmittelbar vor einem sofortigen Abschied in seine Heimat gestanden haben. Der Berater des schwedischen Angreifers dementiert das Interesse von IFK Göteburg allerdings und glaubt an weitere Einsatz-Chancen für den 25-Jährigen in Frankfurt. Dessen Trainer Niko Kovac macht Hrgota aber wenig Hoffnungen.


Die Situation von Branimir Hrgota bei Eintracht Frankfurt ist ungewöhnlich. Denn eigentlich ist das Winter-Transferfenster bereits seit dem 31. Januar geschlossen. Dass der schwedische Offensivspieler zumindest bis zum kommenden Sommer in Frankfurt bleibt, schien daher beschlossen.


In den letzten Tagen kamen allerdings Gerüchte auf, der 25-Jährige stehe vor einem sofortigen Abschied in die Heimat. IFK Göteburg soll laut Frankfurter Rundschau Interesse angemeldet haben. Da in Schweden Transfers noch bis Ende März möglich sind, ist ein vorzeitiger Abschied von Dauerreservist Hrgota plötzlich wieder ein heißes Thema am Main. Eintracht-Coach Niko Kovac scheint jedenfalls nicht mehr sonderlich mit seinem Stürmer zu planen, der in Frankfurt noch einen Vertrag bis 2019 besitzt.


"Es wird sicherlich nicht leicht für ihn", deutet der Kroate an, dass sich an der Reservistenrolle von Hrgota in naher Zukunft kaum etwas ändern wird. Eine Leihe nach Göteburg schloss Kovac aber aus: "Wir werden keinen Spieler für ein halbes Jahr verleihen. Wenn, dann verkaufen wir ihn."

Bei Hrgotas Berater Drazan Gilja hört sich die Lage des 25-Jährigen aber ganz anders an. "Er will einen Platz bei der Eintracht einnehmen und dort seine Ziele erreichen", wird er von der schwedischen Sportzeitung Sportblade​t zitiert. "Ein Wechsel nach Göteborg ist kein Thema. Ich kenne zwar den dortigen Sportdirektor, aber an den Gerüchten um einen Transfer ist nichts dran“, so Gilja weiter. Im Gegenteil: Kovac sei "sehr zufrieden" mit den Trainingsleistungen Hrgotas. "Wir denken, dass er im Frühjahr eine Chance bekommt. Vielleicht spielt er am Wochenende schon wieder", glaubt Gilja. Demnach komme ein Wechsel frühestens im Sommer infrage.


​Sollte sich der Schwede mit bosnischen Wurzeln tatsächlich für einen ​Verbleib in Frankfurt entscheiden, kann der dreifache Nationalspieler eine Teilnahme an der WM wohl abhaken. In Frankfurt ist Hrgota hinter Sebastian Haller und Luka Jovic nur Stürmer Nummer drei. In der laufenden Spielzeit kam er nur einmal von Beginn an zum Einsatz: Zum Rückrundenauftakt gegen den SC Freiburg als Haller und Jovic nicht zur Verfügung standen. Bei den drei vergangenen Bundesliga-Partien stand Hrgota dagegen nicht einmal mehr im Aufgebot der Eintracht.