​Beim FC Bayern München bleibt die Zukunft von Arjen Robben und Franck Ribéry weiterhin ein großes Dauerthema. Die Verträge der beiden Publikumslieblinge laufen am Ende der Saison aus. Als möglicher Nachfolger wird seit geraumer Zeit Bordeaux-Star Malcom gehandelt. Ex-Co-Trainer Willy Sagnol holte den Brasilianer vor rund zwei Jahren zum französischen Erstligisten und weiß um die Stärken des Flügelspielers.


Einem Bericht der Sport Bild zufolge soll es zwischen den Bayern-Verantwortlichen und den Beratern von Malcom bereits ​ein Geheimtreffen gegeben haben, bei dem angeblich die ​Rahmenbedingungen für einen möglichen Transfer abgesteckt wurden. Dem Vernehmen nach verlangen die Franzosen 60 Millionen Euro Ablöse für den Flügelspieler. "Bordeaux möchte Malcom unbedingt verkaufen, weil sie das Geld wollen", betonte Sagnol, der von Sommer 2014 bis März 2016 in Bordeaux als Cheftrainer tätig war. 

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Malcom besitzt beim FC Girondins Bordeaux einen Vertrag bis 2021



Gegenüber der Sportzeitschrift erklärte der Ex-Bayern-Profi, dass er Malcom damals entdeckt habe. "Ich habe Malcom im Januar 2016 aus Brasilien nach Bordeaux geholt. Ich habe einigen Druck in Frankreich bekommen, weil ich fünf Millionen Euro für einen 18-Jährigen zahlte", sagte der 40-Jährige. "Aus heutiger Sicht ist das ein echtes Schnäppchen. Und seine Entwicklung ist noch nicht zu Ende."

In der laufenden Saison bestritt der Brasilianer 28 Pflichtspiele, in denen er acht Treffer erzielte und sieben weitere vorbereitete. "Er ist eher ein Spieler wie Robben als wie Ribéry. Er ist nicht ganz so schnell, hat aber eine Super-Technik", erklärte Sagnol, der seit dem Amtsantritt von Jupp Heynckes zwar noch beim FC Bayern unter Vertrag steht, jedoch keine Funktion mehr hat. 


Die Münchner Führungsetage soll allerdings Zweifel daran haben, ob sich der 21-Jährige beim deutschen Rekordmeister wirklich durchsetzen kann. Hinzu kommt die hohe Ablöseforderung, die der FC Bayern wohl nicht bezahlen wird.