​Es wäre der nächste herbe Schlag für die Schalker Seele. Thilo Kehrer hat offenbar Gespräche über die Verlängerung seines 2019 auslaufenden Vertrages abgeblockt. Es droht eine ähnliche Situation wie bei Leon Goretzka und Max Meyer. S04-Manager Christian Heidel will dennoch nicht über einen Verkauf des Eigengewächses nachdenken.


Droht Schalke 04 der nächste Schock? Nach ​Leon Goretzka stehen auch bei Max Meyer die ​Zeichen auf einen ablösefreien Abschied im Sommer. Der 22-Jährige hatte zuletzt die Frist für ein neues Vertragsangebot verstreichen lassen und soll bei rund einem Dutzend europäischer Topklubs auf dem Zettel stehen.


Er wäre der Nächste in der Riege der großen Schalker Talente aus der Knappenschmiede, die ihre Blütezeit der Karriere lieber woanders verbringen. Und damit nicht genug: Laut Reviersport könnte ein Jahr später auch Thilo Kehrer folgen. Der U21-Europameister soll Gespräche über eine vorzeitige Verlängerung seines bis 2019 laufenden Vertrages abgeblockt haben. Es droht eine ähnliche Situation wie bei Goretzka und Meyer, in der Kehrer mit einem auslaufenden Vertrag in die kommende Spielzeit geht. 


Den nächsten ablösefreien Abgang eines Spielers aus dem eigenen Stall und damit einer Identifikationsfigur für Anhänger und Verein kann sich Schalke und Manager Christian Heidel eigentlich nicht leisten. Sollte sich die Haltung von Kehrer nicht ändern, müsste Heidel wohl darüber nachdenken, den Innenverteidiger schon im Sommer zu verkaufen, um wenigsten noch Kasse zu machen. Dieses Szenario blockt der 54-Jährige allerdings vehement ab: "​Wir denken nicht darüber nach, ihn zu verkaufen“, stellt Heidel klar.

Die Frage bleibt,  ​warum Kehrer mit der Ausdehnung seines Arbeitspapiers überhaupt zögert. Der gebürtige Tübinger kam bereits in der U17 vom VfB Stuttgart nach Gelsenkirchen, feierte in Königsblau im Februar 2016 sein Bundesliga-Debüt und hat sich in der laufenden Spielzeit unter Domenico Tedesco zum absoluten Stammspieler gemausert. Sportlich läuft es für ihn persönlich und das Team also bestens. Reviersport spekuliert deshalb, dass sein Berater Roger Wittmann hinter dem Zögern seines Klienten stecken könnte. Wittmann wird ein belastetes Verhältnis zu Heidel nachgesagt - pikanterweise wird auch Meyer vom 58-jährigen Schwager von Mario Basler beraten. 


So bleibt nicht nur die Zukunft der U21-Europameister Max Meyer und Thilo Kehrer offen, sondern auch die Gesamtausrichtung der Schalker Mannschaft.