​Chadrac Akolo war zu Saisonbeginn der gefährlichste Angreifer beim Aufsteiger VfB Stuttgart. Unter dem neuen Trainer Tayfun Korkut kam der Stürmer jedoch ​noch nicht so richtig zum Zuge. In einem Interview zog der Kongolese dennoch ein positives Zwischenfazit über seine Anfangszeit beim VfB.


Der 22-Jährige wagte vor der Saison den Sprung vom schweizerischen FC Sion in die Bundesliga und konnte in 17 Einsätzen bisher vier Treffer für die Männer mit dem roten Brustring erzielen. 


In einem Gespräch mit onzemondial.com nahm der kongolesische Nationalspieler zu seiner sportlichen Situation Stellung und zeigte sich sehr demütig. Mit 15 Jahren war der Rechtsaußen aus seiner Heimat geflohen um sich in der Schweiz ein geordnetes Leben aufzubauen. Der Traum ein Fußball-Profi zu werden, kam ihm dabei nach eigener Aussage "nie in den Sinn".

Doch durch starke Leistungen in der Schweiz machte er sich auch international einen Ruf und wechselte im vergangenen Sommer an den Neckar. Dabei habe ihn der deutsche Spielstil überzeugt. Zudem zeigte sich der Rechtsfuß begeistert von der deutschen Fankultur in den Stadien: "Die Heimmannschaft hat immer einen kleinen Vorteil, weil die Stadien immer voll sind und die Atmosphäre oft außergewöhnlich ist."


Bei der Integration in Stuttgart habe ihm sein ebenfalls französisch sprechender Kollege ​Benjamin Pavard sehr geholfen, doch auch der Rest der Mannschaft habe ihn mit offenen Armen empfangen. "Ich habe mich sehr schnell integriert. Ich bin glücklich, weil ich in einer guten Gruppe angekommen bin. In der Vergangenheit konnte ich viel kompliziertere Umkleideräume erleben. Hier haben die Leute eine sehr gute Mentalität", so Akolo.

Mit seiner eigenen Performance bislang zeigte sich der Rechtsaußen im Großen und Ganzen zufrieden. Dennoch wisse er, dass er es "immer besser machen kann". Besonders wurmt den Offensivspieler sein verschossener Elfmeter in letzter Minute gegen den FC Bayern München.


Für den Rest der Saison gelte es für die ganze Mannschaft, die Konzentration oben zu halten, "denn wir brauchen noch Punkte". Persönlich wolle er sich dabei selbst keinen zu großen Druck machen: "Ich bin gerade in einer neuen Meisterschaft angekommen, ich erwarte nicht 20 Tore zu schießen. Die Bundesliga ist eine sehr große Liga. Zwischen der Bundesliga und der Super League gibt es noch eine Lücke. Aber ich möchte mir beweisen, dass ich dieses Level erreichen kann, daran messe ich mich."


Angesichts der Siegesserie beim VfB Stuttgart wird sich der lebenslustige Offensivspieler wohl auch am Sonntag beim Spiel gegen den 1. FC Köln hinten anstellen und auf eine Chance als Joker hoffen. An einer falschen Einstellung wird der Kongolese dabei nicht scheitern.