Nach vier Partien ohne Sieg gab der 1. FC Köln am vergangenen Spieltag wieder ein Lebenszeichen von sich. In Leipzig feierten die Domstädter ​einen 2:1-Erfolg und verkürzten dadurch den Rückstand auf den Relegationsplatz auf sieben Punkte. Geschäftsführer Armin Veh ist sich darüber bewusst, dass viele Leistungsträger im Abstiegsfall wohl nicht mehr zu halten sind.


"Ich gehe von Wahrscheinlichkeiten aus, und das heißt für mich aktuell, dass wir näher an der 2. Liga als an der Bundesliga sind", erklärte Veh in einem ​Interview mit Sportbuzzer. Deshalb plane der 57-Jährige auch für die zweite Liga. "Erschwert wird die Situation zusätzlich dadurch, dass im Falle eines – wahrscheinlicheren – Abstiegs Ausstiegsklauseln in Kraft treten könnten, bei denen ich das Heft des Handelns nicht in der Hand habe", betonte der Geschäftsführer. Daher sei es wichtig, bereits jetzt die Gespräche mit den Spielern zu suchen. 

Sollten Leistungsträger wie Timo Horn (Vertrag bis 2022) und Jonas Hector (Vertrag bis 2021) dem FC im Abstiegsfall die Treue halten, "wäre das sicher außergewöhnlich. Wenn sich der eine oder andere aber dennoch so entscheiden würde, dann sicherlich, weil der 1. FC Köln ebenfalls außergewöhnlich ist", sagte Veh, der Mitte Dezember den Posten des Geschäftsführers übernommen hatte. Der FC sei ein großer Klub, "der vielen Spielern eine gute Perspektive bieten kann". 

1. FC Koeln v Hannover 96 - Bundesliga

Jonas Hector läuft seit Sommer 2010 für den 1. FC Köln auf



Veh könne es jedoch nachvollziehen, wenn Spieler mit "diesen Ambitionen" den Verein im Abstiegsfall verlassen würden. "Andererseits wäre es aber doch einmal etwas komplett anderes, würde ein Nationalspieler oder ein Spieler mit großen Ambitionen für die Zukunft den Schritt in die 2. Liga wagen", gab der 57-Jährige zu Protokoll. Zehn Spieltage hat Cheftrainer Stefan Ruthenbeck mit seiner Mannschaft noch Zeit, um den drohenden Abstieg zu verhindern. Am kommenden Sonntag haben die 'Geißböcke' den VfB Stuttgart zu Gast.