Noch in den ersten Spielen der Saison glaubten viele an eine Überraschung. Sebastian Rudy kam unverhofft oft beim FC Bayern zum Einsatz. Doch mittlerweile findet sich der Nationalspieler meist auf der Bank oder gar der Tribüne wieder. Ansprüche hegt er jedoch andere, was der Mittelfeldmann unmissverständlich klarstellt.


Dass die Qualität gerade im Mittelfeld der Bayern überdurchschnittlich hoch ist, war Sebastian Rudy vor seinem Wechsel an die Säbener Straße bewusst. Trotzdem schreckte er vor dem Wagnis nicht zurück – und droht nun, die kommende WM zu verpassen. ​Zuletzt saß der Nationalspieler nur noch auf der Bank, gegen Besiktas und Schalker gar der Tribüne.


„Bank oder Tribüne sind nicht mein Anspruch“, wird Rudy im kicker zitiert. Am liebsten spielt er als zentraler Sechser, verrät er: „Da kann ich eine Stärken am besten einsetzen.“ Als Option für die Position des rechten Außenverteidigers sieht er sich jedoch nicht. Mit 28 Jahren wolle er „nicht mehr herumgeschoben werden“. Rudy sehe sich als „Typ, der den Ball will und verteilt, der die anderen gerne bedient und ihnen den Rücken freihält“.

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Sebastian Rudy zeigt sich weiter selbstbewusst



Trainer Jupp Heynckes, der sehr viel von dem Mittelfeldmann hält, gibt Tipps: „Das robuste Element fehlt etwas.“ Verändern will sich Rudy jedoch nicht, „ich muss mich nicht groß verbiegen“, verweist er auf seine zehnjährige Zeit als Fußballprofi. Der ehemalige Hoffenheimer sieht in seinem Spiel aber trotz allem Verbesserungsbedarf.


Nachholbedarf erkannt - keine Angst um DFB-Platz


In seiner Rolle als Sechser oder defensiv orientierter Achter steht zwar die defensive Absicherung seiner offensiven Mitspieler im Vordergrund. „Aber ich muss auch gucken, dass die anderen auf mich schauen, man muss schon auch egoistisch in die Situationen reingehen, das bin ich noch zu wenig“, erklärt Rudy.


Angst um seinen Platz in der Nationalmannschaft hat er indes nicht. 24-Mal lief Rudy bisher für das Team von Joachim Löw auf. „Auf jeden Fall“ rechnet der Bayern-Profi mit einer Nominierung in den WM-Kader. Anlass dazu gibt ihm das Feedback, das er in den vergangenen Länderspielen von Löw bekam: „Das stimmt mich sehr zuversichtlich.“