Er steht wie kaum ein Zweiter für den Aufschwung des SC Freiburg: Nils Petersen. Mit inzwischen zwölf Treffern rangiert der 29-Jährige auf dem dritten Rang der Torjägerliste und ist somit torgefährlichster, deutscher Angreifer. Im Sommer wird Petersen seit drei Jahren im Breisgau unter Vertrag stehen – und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht.


Erst vor kurzem verlängerte Petersen sein Arbeitspapier in Freiburg, wenngleich ihm Angebote von anderen Bundesligisten vorlagen. „Er mag einfach dieses ganze Familiäre. Er ist dort sowas von beliebt und willkommen“, nennt Petersens Vater Andreas gegenüber der Badischen Zeitung die Beweggründe seines Sohnes. Andere Angebote würde sich der ehemalige Bayern-Star „nicht einmal anhören“.


Ob Petersen angesichts seiner starken Leistungen noch auf den rollenden WM-Zug aufspringen kann, vermag der Senior nicht zu sagen. „Er ist ein Bescheidener, ein Sensibler“, wird Andreas Petersen zitiert. Doch auch wenn Nils Petersen nie aktiv Ansprüche anmelden würde, dürfte ihn Bundestrainer Joachim Löw zumindest auf einer erweiterten Liste stehen haben.


Die gesteigerte Wertschätzung des 29-Jährigen in Freiburg äußert sich inzwischen auch dadurch, dass er die Breisgauer zuletzt neunmal in Serie als Kapitän aufs Feld führen durfte. „Wenn du ihm als Papa oder Trainer was gegeben hast, dann gibt er dir das Doppelte zurück“, erklärt Andreas Petersen.


Am Sonntag erwartet der Sportclub den Branchenprimus aus München. Ein Spiel, das mit Sicherheit auch Joachim Löw vor Ort verfolgen wird. Glänzt Petersen einmal mehr, wird der Bundestrainer weiter ins Grübeln kommen. "Er hat mir immer gesagt: 'Ich gebe die Antwort auf dem Platz, Papa. So hast du mich erzogen'“, schließt Andreas Petersen.