Beim FC Bayern München kommt James Rodriguez immer besser in Fahrt. Die derzeitige Leihgabe von Real Madrid konnte seinen hohen Stellenwert für die Mannschaft in den vergangenen Wochen immer wieder unter Beweis stellen und zählt für Jupp Heynckes zu den Schlüsselspielern des Rekordmeisters. Nun schwärmte der Vorstandsvorsitzende der Münchner, Karl-Heinz Rummenigge, im Format "1:1 Talk", das im klubeigenen Sender FC Bayern TVausgetragen wird, über den Kolumbianer, dessen Zukunft in Ruhe besprochen werden soll.

​​Die Verpflichtung von James Rodriguez war die versprochene "Granate", ​auf die die Fans von Bayern München einige Zeit warten mussten. Doch der Wunschsspieler des Ex-Trainers Carlo Ancelotti, der zunächst für zwei Jahre von Real Madrid ausgeliehen wurde, hatte keinen allzu einfachen Start beim Rekordmeister: 


Kurz vor Saisonbeginn zog sich der 26-Jährige eine Oberschenkelverletzung zu und kam unter Ancelotti in der Bundesliga lediglich drei Mal zum Einsatz. Zwar deutete er bereits am fünften Spieltag beim 3:0-Sieg über den Schalke 04 mit einem Tor und einer Vorlage seine Klasse an, doch es dauerte eine Weile, ehe der Nationalheld Kolumbiens so richtig durchstarten konnte.

​Unter Ancelottis Nachfolger Heynckes ist James mittlerweile gesetzt, fehlt aktuell jedoch aufgrund einer Wadenverhärtung, die aus dem Achtelfinal-Hinspiel der Champions League, in dem man Besiktas Istanbul mit 5:0 bezwang, stammt. Derzeit steht der Offensivkünstler bei vier Toren und acht Vorlagen in 25 Einsätzen, weshalb Karl-Heinz Rummenigge nun im '1:1 Talk' des FC Bayern München vom Sommertransfer schwärmte: "Das ist ein Spieler, der unserem Spiel gut tut, weil er sich im Mittelfeld zu einer Art Spielmacher entwickelt hat."

Dabei kam der Vorschlag ausgerechnet vom Ex-Trainer: "Es war Carlo Ancelottis Idee, ihn herzuholen." Der Vorstandsvorsitzende des derzeitigen Tabellenführers bezeichnet den Transfer jedoch als "sehr gut", da sich James "speziell unter Jupp Heynckes sehr gut entwickelt" habe. "Er ist ein ganz wichtiger Spieler geworden, ein technisch feiner Spieler mit einem wunderbaren Schuss", fügte der 62-Jährige an. Besonders sein direktes Freistoßtor gegen Leverkusen habe seine Stärken im Abschluss hervorgehoben, so Rummenigge.


​Trotz der deutlich angestiegenen Formkurve bewahrt man ob einer möglichen Verpflichtung die Ruhe. Rummenigge: "Wir haben ihn jetzt für zwei Jahre ausgeliehen und haben anschließend eine Option ihn zu erwerben. Ich glaube für 42 Millionen Euro, wenn ich es richtig im Hinterkopf habe." Daher sehe der Fahrplan wie folgt aus: "Wir werden es in aller Ruhe abwarten und dann zu einem genehmen Zeitpunkt, der sicherlich nicht 2018 liegen muss, entscheiden." Es sei ohnehin klar, wer das Heft des Handelns in der Hand habe: "
Die Option verfällt ja nicht. Die Karten liegen vertragstechnisch auf dem Tisch."


Dennoch scheint es derzeit nur eine reine Formsache zu sein, bis die Münchner die Leihgabe von Real Madrid fest verpflichten. Wie die SportBild vor kurzem berichtete, habe man bereits beschlossen, James - insofern er seine Leistungen auch in den kommenden Monaten bestätigen sollte - im Sommer 2019 fest zu verpflichten. Demnach habe beispielsweise Edmund Stoiber, Mitglied des Aufsichtsrates, gegenüber dem Blatt gesagt: "Ich würde kein Veto einlegen, wenn es bei ihm darum ginge, die Kaufoption zu ziehen."