Dem FC Augsburg gehen die Rechstsverteidiger aus. Nach der Suspendierung von Daniel Opare erwischte es Raphael Framberger in Dortmund. Das FCA-Eigengewächs zog sich eine Verletzung am Sprunggelenk zu und wird diese Saison nicht mehr auflaufen können. Sollte die Begnadigung von Opare nicht infrage kommen, blieben Manuel Baum drei mögliche Optionen: Die Versetzung von Jonathan Schmid scheint dabei die Wahrscheinlichste.


Der Punktgewinn des FC Augsburg in Dortmund war ein Sieg für die Moral. Der FCA führt das Bundesliga-Mittelfeld mit 32 Punkten auf Platz acht wieder an - die Europapokalplätze bleiben mit sechs Zählern Rückstand zumindest in Reichweite.


Das ​1:1 am Montagabend im Signal-Iduna-Park musste das Team von Manuel Baum allerdings teuer bezahlen. Rechtsverteidiger Raphael Framberger musste nach knapp einer Stunde ausgewechselt werden, nachdem er zuvor ​mit dem rechten Sprunggelenk umgeknickt war. 


Am Tag nach dem Spiel stand die ​bittere Diagnose fest: Das 22 Jahre alte Augsburger Eigengewächs hat sich eine komplexe Bänderverletzung zugezogen. Die Saison ist für ihn vorzeitig gelaufen, Framberger muss operiert werden.

Manuel Baum gerät dadurch in die Zwickmühle. Framberger übernahm Anfang des Monats die Rolle des bisherigen Stamm-Rechtsverteidigers Daniel Opare. Der 27-Jährige wurde vom Verein suspendiert, nachdem er sich mit den Verantwortlichen des FC Schalke in einem Geheimtreffen über einen möglichen ablösefreien Wechsel im Sommer unterhalten hatte. In der Folge hatte der Ghanaer offenbar Manager Stefan Reuter belogen und leistete sich einige Undiszipliniertheiten, die das Fass schließlich zum Überlaufen brachten.


Durch das Saison-Aus von Framberger stehen die Fuggerstädter nun aber plötzlich ohne Rechtsverteidiger dar. Vor dem Heimspiel gegen Tabellennachbar Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr) muss Baum schnellstens eine Lösung finden. Eine Begnadigung von Opare kommt wohl eher nicht infrage. 

1. FC Koeln v FC Augsburg - Bundesliga

Trotz Engpass auf der rechten Seite gibt es für den suspendierten Daniel Opare wohl keinen Weg zurück ins Team.



Wer könnte die Position rechts hinten also übernehmen. Nach der Opare-Suspendierung tauchte bereits ​Anfang Februar Junioren-Nationalspieler Simon Asta im Training der Profis auf. Ob der 17-Jährige allerdings schon für die Bundesliga bereit ist, bleibt fraglich. Wahrscheinlicher ist eine routiniertere Lösung. 


Der 33-jährige Christoph Janker ist im Hauptberuf Innenverteidiger, kann aber durchaus auch rechts verteidigen. Manko bei ihm: Janker hat in der laufenden Spielzeit noch keinen Pflichtspieleinsatz vorzuweisen, stand in den vergangenen vier Partien aber immerhin erstmals wieder im Aufgebot.


Variante zwei hieße Jonathan Schmid. Der Franzose rückte beim BVB nach der Framberger-Verletzung schon eine Position nach hinten und wurde zuvor auch gegen den VfB Stuttgart für den 22-Jährigen eingewechselt. Gerade in einem System mit drei zentralen Verteidigern wäre die defensivere Rolle für den 27-Jährigen durchaus eine Aufgabe, die er erfüllen könnte. Gegen Hoffenheim wird es deshalb wohl auf Schmid als Framberger-Ersatz hinauslaufen.