​Der Hamburger SV schlittert nach der 0:1-Niederlage im Nordderby gegen Werder Bremen weiter in Richtung Abstieg. Nach dem Dreier des Tabellenletzten aus Köln steht der HSV nun punktgleich mit den Domstädtern am Tabellenende, lediglich das bessere Torverhältnis trennt die Rothosen noch von den Rheinländern. Nachdem mit Bernd Hoffmann jüngst ein neuer Präsident gewählt wurde, sorgte nun ein Bericht für Aufsehen: Angeblich soll der neue Aufsichtsrat des Bundesliga-Dinos über eine sofortige Entlassung von Cheftrainer Bernd Hollerbach nachgedacht haben. 


Wie die Hamburger Morgenpost berichtet, soll der neue Aufsichtsrat des Hamburger SV bei seinem ersten Treffen im Volksparkstadion am Dienstag über eine Entlassung von Cheftrainer Bernd Hollerbach diskutiert haben. Nachdem das Abendblatt zuvor vermeldete, man wolle im ​Falle eines erstmaligen Abstiegs die komplette Führungsriege um Vorstandschef Heribert Bruchhagen, Sportchef Jens Todt sowie Trainer Bernd Hollerbach freistellen, könnte der Stuhl des gebürtigen Würzburgers nun schon deutlich früher wackeln. 


SV Werder Bremen v Hamburger SV - Bundesliga

Erlebt schwere Zeiten mit dem Bundesliga-Dino: HSV-Coach Bernd Hollerbach 



Hollerbach war erst am 22. Januar zum Tabellenvorletzten aus Hamburg gestoßen und hatte dort das Traineramt übernommen. In seinen ersten fünf Spielen konnte auch der 48-jährige Ex-Profi des FC St. Pauli und des HSV das Ruder allerdings nicht rumreißen. Unter ihm steht bislang noch keinen Sieg zu Buche, stattdessen gab es lediglich zwei Unentschieden bei drei Niederlagen. 


Da eine Entscheidung bezüglich einer Entlassung des Cheftrainers jedoch nicht in der Hand des Aufsichtsrats, sondern allein in der Verantwortung des Vorstands liegt, wird wohl zumindest vorerst keine Ablösung des HSV-Coaches stattfinden. Somit dürfte Hollerbach auch am kommenden Samstag auf der Trainerbank sitzen. Dann geht es für die Hamburger im womöglich vorentscheidenden Abstiegsgipfel gegen den direkten Konkurrenten und Tabellennachbarn 1. FSV Mainz 05.