BREMEN, GERMANY - FEBRUARY 24: Filip Kostic of Hamburg (17) looks dejected after the Bundesliga match between SV Werder Bremen and Hamburger SV at Weserstadion on February 24, 2018 in Bremen, Germany. (Photo by Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)

So plant der Hamburger SV für die 2. Liga

Erstmals in der Vereinshistorie droht dem Hamburger SV der Abstieg in die 2. Bundesliga. Die Planungen diesbezüglich laufen im Hintergrund bereits auf Hochtouren. Die Sport Bild gewährt erste Einblicke.

1. Testspiele vor der Saison

Um sich optimal auf die neue Saison einzuspielen, planen die Klubs Testkicks gegen andere Vereine. Da die 2. Liga jedoch drei Wochen früher beginnt als die Bundesliga werden die Plane bereits überdacht und mögliche Ersatztermine in Erwägung gezogen.

2. Finanzen

Der Etat für die Profimannschaft wird im Falle des Abstiegs gekürzt werden: von 55 Mio. Euro auf rund 33 Mio. Euro. Es wäre ein Rückgang von rund 40 Prozent. Spitzengehälter wie das von Bobby Wood, das etwa bei drei Mio. Euro liegen soll, kann der HSV bei Abstieg nicht mehr stemmen. Der Bundesliga-Dino kalkuliert einen Umsatzrückgang von 30 Prozent ein.


Emirates würde bei Abstieg nur noch fünf statt wie bisher 7,5 Mio. Euro zahlen. Auch Adidas senkt seine Auszahlungen um eine Mio. Euro. Bis zum 3. April müssen die mit 105 Mio. Euro verschuldeten Hamburger die Unterlagen für die Zweitliga-Lizenz einreichen. Immerhin bei den Fernsehgeldern würde der HSV profitieren und rund 25 Mio. Euro erhalten.

3. Personal

Alle Spielerverträge, die über den Sommer 2018 hinaus datiert sind, besitzen Gültigkeit für die 2. Liga. Trotz allem wäre der HSV auf Spielerverkäufe angewiesen. Filip Kostic soll demnach 15 Mio. Euro einspielen, Youngster Fiete Arp deren zehn. Auch Albin Ekdal und André Hahn gelten als Wechselkandidaten.


Nicolai Müller, Aaron Hunt, Dennis Diekmeier und Lewis Holtby, deren Verträge auslaufen, gehen ablösefrei. Die Zukunft von Kapitän Gotoku Sakai ist noch nicht geklärt. Unklar ist darüber hinaus, wie mit Pierre-Michel Lasogga verfahren wird, der in dieser Saison auf Leihbasis für Leeds United stürmt.    

4. Mitarbeiter

Rund um die Bundesliga-Mannschaft sind gut 250 Mitarbeiter angestellt. Eine große Entlassungswelle sei um Falle des Abstiegs jedoch nicht geplant. Vorstandsboss Heribert Bruchhagen soll den Angestellten bereits im Februar mitgeteilt haben, dass keine großen Einschnitte zu erwarten sind.