In dieser Saison gab es im deutschen Fußball-Profitum bereits einige Trainerentlassungen. Eine, die jedoch alle überraschte, war die Beendigung der Zusammenarbeit zwischen dem VfB Stuttgart und Hannes Wolf. Der schwäbische Aufstiegstrainer will sich vorerst eine Auszeit gönnen, strebt aber eine Rückkehr auf die Fußballbühne an.


Anfang Februar überraschte eine Meldung aus England, nach der Hannes Wolf Kandidat auf den vakanten Trainerposten bei den Zweitligisten Leeds United und Bradford City sei. Wolf, der den VfB Stuttgart zurück in die Bundesliga führte, wurde erst kurz zuvor am Cannstatter Wasen entlassen.


Dass er nur wenige Tage ​nach seinem Rausschmiss schon wieder einen neuen Job übernehmen wird, spielte für Wolf keine Rolle. „Ich bin seit meinem 23. Lebensjahr Fußballtrainer. Jetzt genieße ich es, etwas Freizeit zu haben“, sagt der heute 36-Jährige im Gespräch mit der Sport Bild. „Natürlich will ich wieder zurück ins Geschäft, sei es in Deutschland oder im Ausland.“

VfB Stuttgart v FC Schalke 04 - Bundesliga

Führte den VfB wieder in Liga eins: Hannes Wolf



Bisher würden sich seine Frau und Kinder noch nicht darüber beschweren, „dass sie mich mal wieder täglich sehen“, witzelt Wolf. Unter dessen Nachfolger Tayfun Korkut ​holte der VfB in vier Spielen zehn Punkte - und kletterte in der Tabelle auf Rang zwölf. Wolf selbst ärgert sich nicht, dass es unter Korkut wieder läuft beim VfB - im Gegenteil.


„Ich freue mich noch immer, wenn ich die Jungs spielen und gewinnen sehe, wenn alle gesund sind“, sagt der Ex-Coach. Ihm gehe es dabei auch um die Gesamtbewertung. Den VfB habe man in der zweiten Liga übernommen und in einer besseren Gesamtsituation zurückgelassen. „Als Erstligist, mit 20 Punkten auf dem Konto. Es ist ja nicht so, dass es gar nicht lief. Ich habe keine schlechten Gedanken und freue mich für Tayfun Korkut.“


Das Ende beim VfB werfe ihn jedoch nicht aus der Bahn, „dafür hat zuvor in der Trainerkarriere zu viel geklappt“, sagt Wolf. Grundsätzlich hätte er sich zugetraut, die Wende in Stuttgart herbeizuführen. Doch: „Nach einer gewissen Zeit mit hoher Intensität bekommen Spieler unter einem Trainer Rollen, die festgefahren sein können.“ Mit einem neuen Trainer würden diese Rollen aufgehen, das System werde wieder freier. „Es war nichts kaputt im Verhältnis zwischen der Mannschaft und mir, aber diese Überlegungen habe ich Michael Reschke und Wolfgang Dietrich mitgeteilt.“