Am Dienstagabend war es für Bernd Hoffmann soweit: Zum ersten Mal nahm der einstige Vorstandsvorzitende in seiner neuen Rolle als HSV-Präsident an einer Sitzung teil. In diesem Rahmen erklärte er im Volksparkstadion auch, auf seinen zunächst angestrebten Posten als Aufsichtsratschef verzichten zu wollen und sich lediglich als Stellvertreter aufstellen zu lassen.


Wie die ordentliche Aufsichtsratssitzung am Dienstag ergab, behält Michael Krall seinen Chefposten im Aufsichtsrat der HSV Fußball AG, Bernd Hoffmann wird ihm als sein Stellvertreter zur Seite stehen. Damit kann er sich voll und ganz auf seine Position als Präsident des HSV e.V. konzentrieren.

Laut der ​offiziellen Homepage des Hamburger SV begründete Rückkehrer Hoffmann diesen Schritt wie folgt: "Unser Aufgabenfeld ist umfangreich, die Arbeitsteilung in einem starken Team finde ich sinnvoll. Wir müssen unsere Kräfte bündeln." Bereits am 6. Februar wurde Krall von der Hauptversammlung zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt und nun darin bestätigt, dass er diesen Weg weitergehen soll.


Schwere Zeiten für den neuen HSV-Präsidenten


"Wir pflegen einen vertraulichen Austausch und wollen als Team unserer Verantwortung gerecht werden, die uns von der Hauptversammlung übertragen wurde", machte Bernd Hoffmann im Rahmen der gestrigen Sitzung deutlich.

Auf den neuen Präsidenten wird in den kommenden Wochen und Monaten genug Arbeit zukommen. Die Existenz des abstiegsbedrohten Bundesliga-Dinos steht auf dem Spiel. Von 2003 bis 2011 fungierte er als Vorstandsvorsitzender und konnte den Verein in dieser Zeit vergleichsweise erfolgreich führen. Dennoch teilten sich die HSV-Anhänger in zwei Lager, als Hoffmann für das Amt des Präsidenten kandidierte. Zudem wurde das ​Wahlergebnis aufgrund eines Formfehlers ​angefochten, auch hier muss wohl noch nachgebessert werden.