Endlich wieder Bundesliga. Yoric Ravet konnte bei Freiburgs Remis in Hoffenheim sein Kurz-Comeback nach siebenwöchiger Pause feiern. Am kommenden Sonntag empfangen die Breisgauer den FC Bayern. Der Franzose könnte dann wieder in der Startelf stehen. SC-Coach Christian Streich stellt dem Rechtsaußen mehr Spielzeit in Aussicht. 


SC Freiburg v Borussia Dortmund - Bundesliga

Die Bundesliga-Karriere von Yoric Ravet begann alles andere als glücklich. Sechs Tage vor dem Sommer-Transferschluss holte der SC Freiburg den Franzosen für 4,5 Millionen Euro aus der Schweiz von Young Boys Bern. Für die Breisgauer gab der Rechtsaußen am dritten Spieltag sein Debüt - Ravet stand direkt in der Startelf. Sein Auftritt dauerte allerdings nur 29 Minuten. Der 28-Jährige war der erste Spieler der Bundesliga-Geschichte, der nachträglich durch den Videobeweis mit Rot vom Platz gestellt wurde.


Drei Partien musste Ravet danach zuschauen. Nach Ablauf der Sperre kam er in der Folge nur noch zu Kurzeinsätzen. Erst im Dezember schlug seine Zeit im Team von Christian Streich. Alle vier Bundesligaspiele und das Achtelfinale in Bremen machte der ehemalige französische U20-Nationalspieler von Beginn an. Bei der 2:3-Pleite im Weserstadion überzeugte er mit einem Tor und einer Vorlage. 


Anfang 2018 folgte dann aber der nächste Rückschlag: Pünktlich vor Rückrunden-Beginn plagte Ravet eine Achillessehnenreizung, die ihn ganze sieben Wochen außer Gefecht setzte. Erst am vergangenen Samstag beim 1:1 gegen Hoffenheim konnte Ravet sein Comeback feiern. In der 76. Minute wurde er für Lucas Höler eingewechselt und half mit, den Punktgewinn gegen die TSG über die Zeit zu bringen.

"Dass Ravet reinkommen konnte, war schon mal erfreulich. Aber länger kicken hätte er nicht können. Er war kaputt nach dem Spiel. Weil er so lange verletzt war“, berichtet Christian Streich der Bild. Am kommenden Sonntag empfängt der Sportclub den FC Bayern. Streich stellt dem Franzosen zu Beginn der Woche einen längeren Einsatz in Aussicht. Er könne früher eingewechselt werden "oder von Anfang an spielen", so der FC-Coach. "Dann 60 Minuten. Wenn er das kann. Aber wir müssen erst abwarten, ob es geht.“


Ravet brauche Spielpraxis, damit er zu der Form aus seiner Zeit in der Schweiz zurückkommt. Dort war der Franzose in 136 Ligapartien an starken 94 Treffern beteiligt. 37 Tore konnte er selbst erzielen, 57 weitere hatte er aufgelegt. In Freiburg stehen bislang in neun Bundesliga-Einsätzen zwei Vorbereitungen zu Buche. Auf seinen ersten eigenen Bundesliga-Treffer muss Ravet weiter warten. Gegen die Bayern wäre aus Freiburger Sicht der optimale Zeitpunkt dafür.