​Sorgen um Herthas Dauerläufer Darida. Den Tschechen plagt nach dem Remis bei den Bayern eine Entzündung des Nagelbetts am Zeh, die "zum größeren Problem" werden könnte. Sein Einsatz am kommenden Samstag auf Schalke ist fraglich. Das Trio Ibisevic, Rekik und Maier könnte derweil wieder zur Option gegen Königsblau werden.


Im Jahr 2018 hatte der FC Bayern alle seine acht Pflichtspiele gewonnen. Insgesamt verließ der Rekordmeister sogar 14 Partien in Folge den Platz als Gewinner. Bis am vergangenen Samstag die Berliner Hertha in die Allianz-Arena kam. Der Tabellenelfte aus der Hauptstadt erkämpfte gegen spielbestimmende Münchener ein torloses Remis. 


Ein Punkt, der der Hertha tabellarisch nicht sonderlich viel bringt. Zwischen Augsburg und Stuttgart liegt das Team von Pal Dardai weiter im grauen Mittelfeld der Liga. ​Für die Moral und die Stimmung im Klub war die Punkteteilung bei den Bayern dennoch goldwert - insbesondere nach der bitteren Heimpleite gegen Mainz 05 in der Woche zuvor.


Im zentralen Mittelfeld neben dem Schweizer Fabian Lustenberger und dem Österreicher Valentino Lazaro zeigte Vladimir Darida dabei jene Qualitäten, die man vom technisch versierten Tschechen gewohnt ist: Mit 13,36 Kilometern war der 27-Jährige einmal mehr der Dauerläufer der Partie. Für ihn war es das vierte Spiel von Beginn an in Folge, nachdem Darida in der Hinserie zunächst wegen einer Bänderdehnung im Knie pausieren musste und sich schließlich einer Arthroskopie unterzog. Hertha-Manager Michael Preetz kon­s­ta­tie­rte nach dem Punktgewinn gegenüber dem ​kicker nicht zu unrecht, dass sich Darida in "klar aufsteigender Form" befinde.


Das Problem: Darida plagt seit dem Samstag eine Nagelbettentzündung am Zeh. Ob er am kommenden Samstag beim nächsten Auswärtsspiel auf Schalke (15.30 Uhr) mitwirken kann, sei deshalb noch nicht klar. Es "könnte ein größeres Problem werden", sagte Dardai-Assistent Rainer Widmayer am Tag nach dem Spiel.

Während man sich um Darida Sorgen machen muss, dürfte gegen Königsblau ein Trio ins Aufgebot zurückkehren. Kapitän Vedad Ibisevic ist nach seinem Nasenbeinbruch gegen Mainz wieder ins Teamtraining eingestiegen.​ Karim Rekik absolvierte bereits am vergangenen Samstag 60 Minuten in einem Testspiel der U23 gegen Regionalligist Fürstenwalde. Der so überzeugende Abwehrchef aus der Hinrunde könnte zumindest wieder eine Option für den Kader werden. Youngster Arne Maier soll am Dienstag folgen und nach seinem hartnäckigen Infekt wieder mit der Mannschaft trainieren. Das 19-jährige Eigengewächs hatte die Partien gegen Mainz und in München verpasst.