​Der 1. FC Kön hat durch einen 2:1-Sieg gegen den Vizemeister der abgelaufenen Bundesligasaison RB Leipzig neue Hoffnung im Abstiegskampf gesammelt und ist nun punktgleich mit dem Tabellenvorletzten Hamburger SV. Gegen die "Bullen" von Trainer Ralph Hasenhüttl hatte man zunächst Glück, zur Halbzeit nur mit 0:1 hinten zu liegen. 


Nach der Pause nahmen die Kölner jedoch das Heft in die Hand und waren die bessere Mannschaft. Letztlich sorgten zwei lange verletzte Flügelspieler durch ein gelungenes Zusammenspiel für den wichtigen Dreier. 


Die "Geißböcke" starteten schwach in die Partie und kamen kaum in die Zweikämpfe, Leipzig hingegen ließ den Ball gut laufen und kam über den starken Emil Forsberg sowie die pfeilschnellen Außen Bruma und Everton-Leihgabe Lookmann immer wieder vor das Tor von FC-Keeper Timo Horn. Lediglich in Sachen Chancenverwertung haperte es bei den Sachsen und so ging es für den "Effzeh" durchaus glücklich nur mit einem 0:1-Rückstand in die Halbzeitpause. 

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Glauben weiter an das Wunder Klassenerhalt: Die Profis des 1. FC Köln



Nach dem Seitenwechsel übernahm die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck dann die Kontrolle über das Spiel. RB Leipzig konnte sich nur noch sehr selten nach vorne kombinieren und ließen sich immer weiter zurückdrängen. ​Folgerichtig erzielte ​der gute Winterneuzugang Vincent Koziello, der erstmals nach seinem Wechsel an den Rhein in der Startelf stand, nach einer starken Einzelaktion per Distanzschuss mit links sein erstes Tor für seinen neuen Arbeitgeber. 


Wissend, dass ein Unentschieden zu wenig ist, spielten die Domstädter im Anschluss weiter mutig nach vorne und belohnten sich schließlich mit dem verdienten 2:1. Für das Tor sorgten dabei ausgerechnet die beiden zuletzt länger verletzten Außenbahnspieler Marcel Risse und Leonardo Bittencourt, der eine flache Hereingäbe seines Teamkollegen aus fünf Metern zur Führung und letztlich zum Sieg einschoss. 


"Der Mannschaft muss man den Sieg hoch anrechnen. Was wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben war wirklich gut. Leipzig hat uns natürlich am Leben gelassen, sie hätten den Sack schon früh zumachen können. Aber das haben sie nicht getan. Und wir wussten, dass sie mit zunehmender Spieldauer müde werden würden. Am Ende hatten wir klar mehr Luft und haben uns dann auch belohnt. Für mich ist es natürlich schön, dass ich das Tor gemacht habe. Aber wir denken als Team und als Kollektiv. Wir geben jede Woche alles. Das sind wir dem Verein und den Fans schuldig. Heute wurden wir zum Glück belohnt. Jeder Sieg ist überlebenswichtig. Die Stuttgarter sollen mal kommen. Erst am 34. Spieltag wird abgerechnet", zeigte sich Siegtorschütze Bittencourt nach Abpfiff glücklich und selbstbewusst. 


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Siegtreffer beim Comeback: Kölns Leistungsträger Leonardo Bittencourt (l.)



​Für den 1. FC Köln war es ein Achtungserfolg und ein Lebenszeichen im Kampf um den Klassenerhalt. Nach dem Dreier steht man punktgleich mit dem Hamburger SV am Tabellenende, der Rückstand auf den Relegationsplatz und Mainz 05 beträgt sieben Punkte.