​Der FC Schalke 04 setzte am Sonntagnachmittag im Kampf um die Champions-League-Startplätze ein Ausrufezeichen. In Leverkusen behielten die Königsblauen ​mit 2:0 die Oberhand und schoben sich dadurch in der Tabelle auf Rang drei vor. Cheftrainer Domenico Tedesco ließ Breel Embolo erneut von Beginn an auflaufen. Der Angreifer hat nach eineinhalb Jahren nun offenbar den entscheidenden Schritt nach vorne gemacht.


Im Sommer 2016 griff Schalke 04 für den 21-Jährigen tief in die Tasche. 22,5 Millionen Euro Ablöse überwiesen die Königsblauen für den Schweizer an den FC Basel, was den Mittelstürmer zum teuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte machte. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen an den Nationalspieler. In der vergangenen Saison zog sich Embolo am siebten Spieltag eine schwere Sprunggelenksverletzung sowie einen Wadenbeinbruch zu und fiel für den Rest der Saison aus.

FC Augsburg v FC Schalke 04 - Bundesliga

Augsburgs Konstantinos Stafylidis verletzte Breel Embolo (l.) bei diesem Foul schwer


Im August meldete sich der Rechtsfuß wieder zurück im Mannschaftstraining. In der Hinrunde kam der Eidgenosse allerdings nur äußerst selten über die Rolle des Einwechselspielers hinaus, weshalb Embolo von vielen bereits als Fehleinkauf abgestempelt wurde. Übungsleiter Domenico Tedesco und Manager Christian Heidel stellten sich jedoch ​schützend vor den Youngster und betonten immer wieder, dass der Schweizer nach seiner langen Verletzungspause noch Zeit benötigen würde. 


Mittlerweile scheint sich der Rekord-Neuzugang in der Startelf etabliert zu haben. An den letzten drei Spieltagen durfte Embolo jeweils von Beginn an ran und lieferte als zweiter Mittelstürmer neben Guido Burgstaller überzeugende Vorstellungen ab. Nach seinem Treffer beim 2:1-Heimerfolg gegen die TSG 1899 Hoffenheim war der 21-Jährige in Leverkusen erneut an einem Tor beteiligt. In der Schlussphase holte der Angreifer einen Elfmeter heraus, den der eingewechselte Nabil Bentaleb zum 2:0-Endstand verwandelte. 




"Es war ein schweres Spiel für uns. Wir mussten vorne viel ackern. Das haben wir aus meiner Sicht aber gut gemacht", erklärte Embolo nach der Partie. "Nach dem Platzverweis gegen Dominik Kohr wussten wir, dass es nicht unbedingt einfacher wird." Manchmal sei es schwerer, gegen zehn Mann zu spielen. 


"Am Ende hätten wir den Sack früher zumachen müssen", monierte Embolo, der mit seiner eigenen Chance haderte. In der 83. Spielminute scheiterte der Angreifer im Eins-gegen-eins am glänzend reagierenden Bernd Leno. "Da muss ich mir auch an die eigene Nase fassen", so der 21-Jährige, der sich mit seiner guten Leistung aber für weitere Startelf-Einsätze empfehlen konnte.